Eine Elterninitiative macht sich auf den Weg

1996

Im September suchen im Evangelischen Kindergarten in Freiberg einige Eltern von Schulanfängern eine Alternative zur staatlichen Regelschule für ihre Kinder.

Bereits am 26. November wird der „Christliche Schulverein Freiberg“ von 22 Mitgliedern gegründet, mit dem Ziel, eine Grundschule in freier Trägerschaft mit christlicher Grundhaltung und reformpädagogischen Unterrichtsmethoden zu schaffen. Drei Eltern übernehmen als erste Vorstandsmitglieder die Vorstandsarbeit. Der erste Vorstandsvorsitzende ist Carsten Gruhn.

Es entstehen verschiedene Arbeitsgruppen. Engagierte Eltern diskutieren von nun an kontrovers über die allgemeine christliche und pädagogische Ausrichtung von Verein und Grundschule.

·         Die AG Öffentlichkeitsarbeit entwirft das Logo FCS der Freien Christlichen Schule, gestaltet Informationsblätter, richtet eine Homepage im Internet ein, übernimmt die Werbung bei und für Veranstaltungen und kurbelt die Pressearbeit an.

·         Die AG Pädagogik erarbeitet das erste pädagogische Konzept. Die Mitglieder nehmen Kontakt auf zu hilfreichen Organisationen und hospitieren in verschiedenen anderen freien Schulen.

·         Die AG Christliches Profil kümmert sich um die theologische Sinngebung, bereitet Andachten vor und pflegt Kontakte zu anderen christlichen Schulen.

·         Die AG Finanzen vertieft sich in die Finanzierungsplanung und baut Kontakte zu Stiftungen auf.

 

1997

Anfang 1997 führen Vereinsmitglieder Gespräche mit dem Staatlichen Schulamt Brand-Erbisdorf.

Bereits im Juni erkennt das Sächsische Staatsministerium für Kultus das pädagogische Konzept an. Ein erster großer Erfolg für die engagierten Eltern.

Daraufhin wird die Freiberger Öffentlichkeit umfassend über die Motive und Ziele des Christlichen Schulvereins informiert. Dazu gestalten die Vereinsmitglieder im September ein „Fest der Sinne“, ein Straßenfest für Kinder und ihre Eltern in und vor der Alten Mensa.

Zur Eröffnung einer Grundschule in freier Trägerschaft fehlt jedoch noch das Wichtigste: Räumlichkeiten und eine solide Finanzierung.

 

1998

Im Februar 1998 ist das Raumproblem bis zum Jahr 2000 gelöst, denn die Stadt Freiberg stellt die Räume des Schulhortes der ehemaligen Kindereinrichtung „Hilde Coppi“ in der Paul-Müller-Str. 78 mietzins- und nebenkostenfrei zur Verfügung. Ab 2000 ist die Übernahme der Bernhard-Kellermann-Grundschule vorgesehen.

Zur selben Zeit stellt der Verein beim Sächsischen Staatsministerium für Kultus einen erneuten Antrag auf Eröffnung einer Grundschule in freier Trägerschaft.

Die Genehmigung erfolgt im Juli 1998.

Im September ist die feierliche Schuleröffnung. Die Schule wird mit 14 Kindern und zwei Lehrerinnen eröffnet.

In der Zeit vor der Schuleröffnung laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, so werden

·         Informationsabende in Kindergärten gestaltet (März/April)

·         zwei Lehrerinnen ausgewählt (Mai/Juni)

·         ein Workshop mit Interessierten zur Erstellung von Arbeits- und Lernmaterialien durchgeführt (Juli)

·         kostenlose Schulmöbel bis aus Bielefeld (NRW) beschafft (Juli)

·         Schulräume durch Eltern und Lehrerinnen gestaltet (August)

·         und die Schuleröffnungsfeier für den September vorbereitet.

 

1999

Im Januar erhält die Schule vom Oberbürgermeister Konrad Heinze und dem Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse Freiberg, Harald Menzel, eine Spende von 2000 DM. Davon werden Lehr- und Lernmaterialien gekauft.

Immer wieder werben Vereinsmitglieder und Eltern für die Freie Christliche Schule (FCS). Auf Informationsveranstaltungen vom Pi-Haus und Elternabenden der Kindergärten stellen sie das reformpädagogische Konzept ihrer Schule vor.

Im März findet der erste Tag der Offenen Tür in der Schule statt. Lehrerinnen, Eltern und Vereinsmitglieder zeigen den interessierten Besuchern Arbeitsmaterialien und erklären das Schulkonzept.

Der Schulverein erhält weitere Spenden z. B. von der Ikea-Stiftung, Freiberger Firmen und privaten Spendern. Von den Geldern wird u. a. eine Schuldruckerei angeschafft.

Zum Anfang des Schuljahres wird eine weitere Lehrerin eingestellt, da die neue Schule von den Eltern und Kindern gut angenommen wird.

 

2001

Im März erhält die FCS ein eigenes Schulgebäude in der Bernhard-Kellermann-Straße 20. Die ehemalige Bernhard-Kellermann-Grundschule ist ein mehr als 100 Jahre altes Schulgebäude, das in Erbbaupacht übernommen und durch umfangreiche Bau- und Malerarbeiten saniert wird. Der Freiberger Oberbürgermeister Konrad Heinze eröffnet den neuen Schulstandort.

Am 24. März lädt die Schule die Öffentlichkeit zu einem „Tag der offenen Tür“ ein, einen Blick in das neue Haus zu werfen.

 

2002

Im Januar unterrichten bereits vier Lehrerinnen 60 Kinder in vier Klassen.

Die Innengestaltung des altehrwürdigen Schulgebäudes ist abgeschlossen. Die Außenrenovierung findet in den Sommerferien statt. Immer helfen Eltern tatkräftig mit.

Am 1. August 2002 wird der schuleigene Hort mit zwei Erziehern eröffnet.

 

2003

Im Frühling wird mit großem Erfolg ein „Blütenfest“ zum „Tag der offenen Tür“ organisiert.

Im Juli wird die erste vierte Klasse verabschiedet, die die Grundschule in freier Trägerschaft absolvierte. Nach den Sommerferien gehen acht Schüler und Schülerinnen der FCS an ein Gymnasium, sieben zur Mittelschule.

Erste Planungen zur Einrichtung einer weiterführenden Schule beginnen.

 

2005

Die Freie Christliche Schule wird zum staatlich genehmigten Gymnasium. Im August wird die erste fünfte Klasse der weiterführenden Schule eröffnet. Dies ermöglicht Abschlüsse der Oberschule bis zum Abitur.

Das reformpädagogische Konzept der staatlich bereits anerkannten Grundschule wird in der weiterführenden Schule beibehalten. Die Grundlage für den Unterricht sind die sächsischen Lehrpläne und das berufskundliche Profil, das im Raum Freiberg nur hier angeboten wird. Als zweite Fremdsprache wird Spanisch eingeführt, was ebenfalls einzigartig im Freiberger Raum ist.

 

2006

Zu Beginn des Schuljahres 2006/2007 zieht die Grüne Stammgruppe (Jahrgang 4 – 6) der Freien Christlichen Schule aus Platzmangel in die vierte Etage der Carl-Böhme-Grundschule in der Friedeburger Straße 17 um.

Mittlerweile lernen 110 SchülerInnen in jahrgangsübergreifenden Gruppen an der FCS.

 

2007

Der MDR hat in seiner Sendung „Mach Dich ran“ ein Gartenhaus zusammenbauen lassen. Ein Vorstandsmitglied nimmt Kontakt mit dem MDR auf, kann die FCS präsentieren und das Anliegen, ob die FCS die Hütte bekommen könne, vortragen. Im Juni 2007 kommt die Gartenhütte dann als Bausatz im Lieferauto und wird feierlich im Schulgarten aufgebaut. Kamera und Ton des MDR halten alles fest.

 

2008

Der Trägerverein der FCS hat einen neuen Vorstand. Seit der Gründung des Vereins war Carsten Gruhn der erste Vorsitzende. Ihm und anderen aktiven Mitgliedern, die wechselnd den Vorstand ergänzten und somit den Verein unterstützten, ist es gelungen, die Schule auf tragfähige finanzielle Basis zu stellen.

Carsten Gruhn wird von Dr. Matthias Wagner als erster Vorsitzender abgelöst.

Inzwischen wächst die Schülerzahl weiter; 135 SchülerInnen lernen an der FCS.

 

2009

Im Schuljahr 2009/2010 wird das Erdkinderprojekt (EKP) in die pädagogische Arbeit aufgenommen.

Für die Klassen 1 – 13 wird ein einheitlicher Tagesablauf entwickelt.

Im Juni gibt es eine Festwoche „10 Jahre Freie Christliche Schule“. Zur Eröffnung finden sich alle SchülerInnen auf dem Obermarkt in Freiberg ein und lassen Luftballons in den Himmel steigen, die mit ihren Wünschen für die Schule versehen sind. Ein großes Schulfest schließt am Samstag die Festwoche ab.

 

2010

Dr. Ingo Müller wird neuer 1. Vorsitzender des CSV.

Die Mitgliederversammlung des Schulvereins (70 Mitglieder) beschließt die konzeptionelle Namensänderung, die den gemeinschaftlichen Schulgedanken (Klassen 1-13) und die  Montessori-Pädagogik in den Hauptfokus stellt. Von nun an heißt die Schule: Freie Gemeinschaftliche Schule „Maria Montessori“ oder kurz FGS. 

Das neue Logo kreieren die SchülerInnen in einem Wettbewerb selbst.    

Die erste 10. Klasse absolvierte erfolgreich mittels einer Schulfremdenprüfung an einer Oberschule den Realschulabschluss.

Im Rechtsstreit um die Erteilung einer Ersatzschulgenehmigung verbucht der Christliche Schulverein Freiberg einen ersten Erfolg auf dem Weg zur staatlich anerkannten Gemeinschaftsschule.

SolarWorld spendet für Unterrichtsversuche acht Solarmodule.

 

2011

Zum Schuljahr 2011/2012 gelingt mit der tatkräftigen Hilfe aller Beteiligten (LehrerInnen, Eltern, Schüler, Handwerkern etc.) in den Sommerferien der Umzug in das ehemalige Schulgebäude des Rülein-Gymnasiums in der Tschaikowskistr. 4. Gefeiert wird dies mit einem großen Schulfest zum Beginn des neuen Schuljahres. Hier im sanierten und neu gestalteten Gebäude lernen von nun an vier Untergruppen, vier Mittelgruppen, vier Obergruppen und zwei Abiturgruppen von der Einschulung bis zum Abitur alle zusammen.

Das pädagogische Team erstellt ein gemeinsames Curriculum und begründet ein einheitliches Inklusionskonzept. Die gemeinsame Schule für die Jahrgänge 1 – 13 wird vom Verwaltungsgericht anerkannt. Auf der Mitgliederversammlung wird beschlossen, dass die SchülerInnen der FGS ein Jahr mehr Zeit für die Vorbereitung auf das Abitur erhalten. Dadurch soll den Kindern der Druck beim Lernen genommen und bessere Lernerfolge erreicht werden. Somit ist die FGS die einzige allgemeinbildende Schule im Freiberger Raum, in der das Abitur zum Ende des 13. Schuljahrs abgelegt wird.

Auch in diesem Jahr erreichen die SchülerInnen der 10. Klasse erfolgreich mit einer externen Prüfung den Realschulabschluss.

 

2012

Während des Schuljahres 2012/2013 wird die Unterrichtsstruktur weiterentwickelt. Dies bedeutet: weg von der 45-Minuten-Unterrichtsstunde und hin zu den 90-Minuten-Unterrichtsblöcken.

Die SchülerInnen der Oberstufe gehen auf eine erste Sprachreise der Schule.

Im September findet der erste große Flohmarkt in der Montessori-Schule statt.

Auch in diesem Jahr erreichen die SchülerInnen der 10. Klasse erfolgreich mit einer externen Prüfung den Realschulabschluss und die der 13. Klasse das Abitur.

Mittlerweile lernen 239 Kinder an der FGS.

 

2013

Der Rückbau der Hälfte des Schulgebäudes, die zum Forstweg zeigt, erfolgt mit der Unterstützung des Hochbauamtes der Stadt Freiberg.

Herr Volker Didzioneit wird als Geschäftsführer zur Entlastung des Vorstandes an der FGS ab 1. September eingestellt.

Bei der Aktion „Spielen macht Schule“ wurde für die FGS Spiele im Wert von 5.000 EUR für den Freizeitbereich gewonnen.

Die Stadt Freiberg schenkt der FGS eine „Englische Bibliothek“ mit Kinderbüchern, Klassikern und Kunstbänden.

Auch in diesem Jahr erreichen die SchülerInnen der 10. Klasse erfolgreich mit einer externen Prüfung den Realschulabschluss und die der 13. Klasse das Abitur.

 

2014

Joachim Krahl wird neuer Vorsitzender der Christlichen Schulvereins Freiberg.

Am Ende des Schuljahres 2013/2014 verlässt der erste Abiturjahrgang mit dem erfolgreich bestandenen Abitur die Freie Gemeinschaftliche Schule.

Der Schulverein geht in Verhandlung mit der Stadt Freiberg über den Erwerb des Schulgeländes.

 

2015

Im April erhält die FGS die Anerkennung als staatlich genehmigte Gemeinschaftsschule für die Klassen 1 – 13.

Der Kaufvertrag für das 1,4 Hektar große Grundstück (Schulgelände) wurde am 23.06.2015 zum Preis von 385.00 Euro unterzeichnet.

Auf dem Gelände ist ein ca. zwei Millionen Euro teurer zweigeschossiger Neubau in Holzmodulbauweise geplant. Das bestehende Schulgebäude kann nicht kostengünstig saniert werden.

Mehrere SchülerInnen absolvierten erfolgreich in einer Schulfremdenprüfung den Realschulabschluss und das Abitur.

 

2016

Im Mai wurde ein neuer Vorstand des Christlichen Schulvereins gewählt. Er besteht insgesamt aus fünf Vorstandsmitgliedern. Die neue Vorsitzende ist Sybille Ott.

Im Sommer bestanden wieder alle SchülerInnen der Abschlussklassen erfolgreich in einer Schulfremdenprüfung den Realschulabschluss und das Abitur.

 

2017

Seit Mai besteht der Vorstand aus insgesamt vier Vorstandsmitgliedern.

Begin des Teilneubaus

Im Sommer bestanden wieder alle SchülerInnen der Abschlussklassen erfolgreich ihre Schulfremdenprüfung.

 

2018

Der Amtierende Vorstand wurde wieder gewählt.

20 Jahre FGS

Neuer Bildungsgang: Oberschule gestartet. Eröffnung einer 10. Stammgruppe.

Richtfest des Teilneubaus.

Im Sommer bestanden wieder alle SchülerInnen der Abschlussklassen erfolgreich ihre Schulfremdenprüfung.