Bum, bum, klack - Reise in die Steinzeit

Es ist schummrig in der Höhle, denn sie wird nur von einer flackernden, steinernen Öllampe beleuchtet. Die Wände und die Stalaktiten, die von der Decke hängen, sind aus Pappe, aber das stört die jungen Urmenschen nicht. Mit Holzkohle und selbst gemachter Farbe malen sie Bilder von Tieren und Menschen darauf. Kurz zuvor sind die 10 Kinder aus den Mittelgruppen mit einem lautstarken Ritual, bei dem mit Holzknüppeln rhythmisch auf einen liegenden Baumstamm getrommelt wird, in die Steinzeit gereist: „bum, bum, klack - bum, bum, klack“

Mit scharfen Feuersteinstücken haben sie Holzstöcke entrindet und sich so Speere gebaut, die sie im Feuer gehärtet und geschärft haben. Mit diesen Speeren wurde auch schon ein Höhlenbär erlegt, der den Eingang zur Höhle verstellt hatte. Er war mit Holzkohle auf Pappe gezeichnet worden.

Längst haben sie gelernt, dass die „Steinzeit“ eigentlich „Holzzeit“ oder „Knochenzeit“ heißen müsste, aber meist nur die Werkzeugteile aus Stein überliefert werden. Deshalb arbeiten sie nicht nur mit Stein. Aus einem Knochenring, der auf einer Sandsteinplatte glatt geschliffen wurde und einem selbst geflochtenen Faden hat sich jeder ein Geschicklichkeitsspiel gebaut.

Lederkreise, die sie mit Hilfe von rasiermesserschafen Feuersteinklingen ausgeschnitten haben, wurden mit Knochenspitzen durchstoßen, um mit Knochennadeln eine Lederschnur hindurch zu fädeln. So ist ein schöner Lederbeutel entstanden, in dem noch andere Steinzeitnachbauten Platz finden können, wie zum Beispiel der Schmuck, der aus Muscheln, Schnecken, Pflaumenkernen, Hühnergöttern und Knochen hergestellt wird.

Nicht alle reisen am Ende der Lernwerkstattstunden gerne wieder mit umgekehrtem Rhythmus zurück in die Jetztzeit: „Kack, klack, bum – klack, klack, bum“.

Steinzeithäuptling Schmale Gerte

Anleitungen zu einigen der vorgestellten Aktivitäten findet Ihr auf unserer Schulhomepage unter Schulleben/Lernwerkstätten/Archiv Lernwerkstätten/Steinzeit