Besuch des Nachtlabors TU Bergakademie am 14.12.18

Diesen Winter konnten wir einen der begehrten Termin für das Nachtlabor des Instituts für Keramik, Glas- und Baustofftechnik der TU Bergakademie Freiberg ergattern. Als Treffpunkt war das Foyer des Rammlerbaus in der Leipziger Straße abgesprochen worden. Immerhin 9 Freiwillige fanden sich zum Freitagabend 19 Uhr ein und wunderten sich ein wenig über die komplett abgeschaltete Beleuchtung – kein Vergleich zur nächtlichen Festbeleuchtung durch unsere Notfallbeschilderung in der FGS!

Geheimnisvoll näherten sich unsere Kontaktpersonen und gaben sich als Studenten und Mitarbeiter des Instituts zu erkennen. Es wurden Stirnlampen verteilt und Irrwege durch das komplette Gebäude eingeschlagen um unsere Orientierung auf die Probe zu stellen.

Am Ziel angekommen, fanden wir die Gänge und Labors sehr stimmungsvoll in Kerzenschein gehüllt. Nach einerStunde Vorlesung zum Thema „Was ist Glas? Wo man Glas findet...“ wurden wir in 3 Gruppen aufgeteilt und einemorts- und fachkundigem Führer unterstellt.

Als erstes mussten wir unser Essen vorbereiten. Dazu wurden glühende Feuerfeststeine aus dem Ofen geholt und sollten ein großes Wasserbad mit Kartoffelsuppe in Portionsgläsern erwärmen. Das war ein toller Vorgeschmack auf den ganzen Abend, da überall eine wohlige Wärme in den Labors herrschte. Was Experimente mit Öfen so alles für tolle Begleiterscheinungen haben.

Im Laufe des Abends hatte jede Gruppe verschieden Stationen zu absolvieren. Wir haben flüssiges Glas bei über 1400°C aus dem Ofen geholt und in eine Medaillenform gegossen, so dass jeder seine persönliche Erinnerung behält. An der zweiten Station haben wir etwas über die Untersuchung der optischen Eigenschaften von Gläsern erfahren und unser eigenes Infrarotbild bewundern dürfen. Station Nummer 3 brachte uns Email näher, diese praktische und dekorative Glasschicht auf einer Metalloberfläche eignet sich hervorragend zum selber herstellen, was die Kreativität aller sofort herausforderte und einige Weihnachtsgeschenke somit erledigt waren. Zum Schluss durften wir noch bunte Glasscherben an einem Brenner aufschmelzen und verformen – auch hier war wieder Kreativität und Fingerspitzengefühl gefragt.

Zwischendurch durften wir die leckere und heiße Kartoffelsuppe verspeisen und uns über Studium, die Uni und das Institut informieren und austauschen. Zum Abschluss wurde Mitternacht noch ganz traditionell der Schichtwechsel mit dem „Steigerlied“ begangen, ehe wir uns durch die kalte und dunkle Nacht ins wohlverdiente Wochenende verabschiedeten.

Das Leuchten der Öfen und des geschmolzenen Glases hat sich an diesem Abend in alle Augen übertragen. Wir waren begeistert von dieser tollen Veranstaltung und bedanken uns bei allen die daran beteiligt waren.

Karsten Kurasch