Oberstufenplanung

 

13 Gründe für 13 Schuljahre:

1) Lernen und Leistung ohne Überdruck

2) Reformpädagogische Lernwege

3) Individualität im Lernen

4) Verbundenes Wissenssystem (Themenbaukästen)

5) Projekte

6) wissenschaftliche Themenarbeiten

7) Berufsvorbereitung durch Kooperation mit Firmen, Hochschulen und Universitäten (Praktika)

8) Zeit für die Stärkung der Persönlichkeit und zur Entwicklung der Sozialkompetenzen

9) Methodenkompetenz für wissenschaftliches Arbeiten zur Vorbereitung auf das Studium

10) Zeit für Sprachaufenthalte im Ausland

11) Individuelle Schullaufbahnberatung

12) Zeit für schulisches Miteinander und für außerschulische Aktivitäten

13) Zeit zum Leben

Rahmenbedingungen


Konzept Stammgruppe

Unser jahrgangsübergreifendes Konzept der Stammgruppe wird auch in den Jahrgängen 11, 12 und 13 weiter verfolgt. In den Stammgruppen findet ein großer Teil der Lernarbeit statt. Die SchülerInnen sollen voneinander profitieren. Ältere helfen den Jüngeren. Jede/r SchülerIn durchläuft dabei Stufen die man mit „Lehrling“, „Geselle“ und „Meister“ vergleichen könnte, was besonders die sozialen Kompetenzen fördert. So kann sich jede/r SchülerIn mit den eigenen Stärken einbringen und andere unterstützen. Ziel ist, ein Geben und Nehmen im gemeinsamen Lernprozess.
Die Klassenstufe 10 bildet in Vorbereitung auf die schulfremden Realschulprüfungen eine eigene Stammgruppe.

Zugangsbedingungen für die Sekundarstufe II

(a) SchülerInnen müssen einen Realschulabschluss oder die Bestätigung über die Teilnahme an der Besonderen Leistungsfeststellung im Jahrgang 10 des Gymnasiums oder einen gleichwertigen Abschluss vorlegen.

 

(b) SchülerInnen müssen die folgenden Notendurchschnitte erfüllen (Grundlage dafür ist die Halbjahresinformation der Klasse 10):

(1) Deutsch, Mathematik, Englisch, eine Naturwissenschaft, Geschichte, Geografie, zweite Fremdsprache oder zweite Naturwissenschaft sowie Lernkompetenz (FGS-Schüler)

Ø ≤ 2,5 für Mittelschüler

Ø ≤ 3,0 für Gymnasiasten

wobei höchstens 2x die Note 4 in den genannten Fächern auftreten darf

(2) Deutsch und Mathematik Ø ≤ 3,0

(3) kein Fach schlechter als Note 4

 

Bei Ablehnung im Halbjahr aufgrund nicht erfüllter Zugangsbedingungen kann am Ende der Klasse 10 (Abschlusszeugnis als Grundlage) ein erneuter Aufnahmeantrag gestellt werden. Eine Entscheidung über die Aufnahme erfolgt nach den gleichen Kriterien.

Ausnahmefälle werden durch die Schulleitung entschieden.


Abiturprüfung

Die Prüfungen werden als „Abiturprüfungen für Schulfremde“ abgelegt.


Konkretisierung der Inhalte

Wir bieten unserer Oberstufe neuartige Wege des Lernens an und möchten unsere SchülerInnen themenzentriert und fächerverbindend unterrichten. Dazu haben wir verschiedene Themenbaukästen entwickelt. Mit diesen „Spezialkursen“ setzen wir wichtige Aspekte unseres Schulkonzeptes auch in der Oberstufe um. Ziel der Themenbaukästen ist es, die SchülerInnen darin zu unterstützen, ihr Wissen zu vernetzen und Zusammenhänge zu verstehen.

Hier ein Überblick über unsere derzeitig geplanten Themenbaukästen:

Themenbaukästen:

Kurse im wissenschaftlichen Arbeiten und die Individuelle Übung sind ein weiterer wichtiger Bestandteil unserer Oberstufenkonzeption.

Wissenschaftliches Arbeiten

In unserem Kurs zum wissenschaftlichen Arbeiten setzen wir das Konzept des Methodentrainings aus den vorhergehenden Jahrgängen fort. Der Fokus der Oberstufe liegt nun besonders auf einer gezielten Vorbereitung für Studium und Beruf.

Daher werden zum Beispiel folgende Inhalte Bestandteil dieses Kurses sein:

  • Einführung in das wissenschaftliches Arbeiten (Zitieren, Quellenangaben anfertigen, Aufbau wissenschaftlicher Arbeiten kennenlernen, Thesen formulieren und überprüfen, Umfragen planen, durchführen und reflektieren)

  • Nutzung von Universitätsbibliotheken (Recherche)

  • Präsentationstechniken

  • Medienkompetenz und Informatische Bildung

  • Teamfähigkeit


Individuelle Übung

Mit der individuellen Übung wird unseren SchülerInnen die Möglichkeit geschaffen, während der Unterrichtszeit gezielt ihre Stärken zu entfalten und an ihren Schwächen zu arbeiten. Diese mehrmals in der Woche statt findende Übungszeit wird durch FachlehrerInnen betreut.

Dreimal im Jahr erhalten unsere SchülerInnen das Pensenbuch, in welchem der Entwicklungsstand ihrer Kenntnisse und Kompetenzen durch die LehrerInnen festgehalten wird. Anhand des Pensenbuchs werden gemeinsam mit jeder/m SchülerIn Schwerpunkte für die Individuelle Arbeitszeit festgelegt.


Basis- und Vertiefungskurse

Des Weiteren findet an unserer Schule auch Fachunterricht im Vertiefungs- und Basiskurssystem statt.

Vertiefungskurse:

Wir bieten die Vertiefungskurse Deutsch und Englisch an. Weitere Vertiefungskurse befinden sich derzeit in der Planung und werden in Kürze hier auf der Schulhomepage ergänzend bekannt gegeben.

Basiskurse:

Die Auswahl unserer Basiskurse ist vielfältig. Deutsch, Mathematik, Kunst, Musik, Geografie, Geschichte, Englisch, Religion, Sport, Gemeinschaftskunde, Informatik und Spanisch werden als Basiskurse angeboten. Mit dem Jahrgang 11 startet auch ein Anfängerkurs in Spanisch.

 

Projekte und Themenarbeiten

Unsere AbiturientInnen führen in den Schuljahren 11, 12 und 13 jeweils für eine Woche ein selbst gewähltes Projekt durch, welches langfristig geplant wurde. Dieses kann in Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit realisiert werden. Das Projekt wird dabei mit der Anfertigung einer wissenschaftlichen Themenarbeit kombiniert und nutzt so die durch den Kurs „Wissenschaftliches Arbeiten“ vermittelten Kenntnisse und Fähigkeiten. Für die Betreuung der Themenarbeit suchen sich die SchülerInnen eine/n FachlehrerIn, welche/r sie als MentorIn unterstützt.


Berufsorientierung und Praktika

Unser berufskundliches Konzept führen wir auch in der Oberstufe fort. In den Jahrgängen 11 und 12 absolvieren unsere AbiturientInnen ein jeweils zweiwöchiges Praktikum. Das kann sowohl als Betriebspraktikum als auch als Schnupperstudium erfolgen. Diese Praktika werden durch unser Schulteam umfassend betreut. Die Nutzung allgemeiner Angebote wie den Tag der offenen Hochschultür, den Girl's Day, die Woche der offenen Unternehmen oder auch der Besuch verschiedener Berufsmessen sind fester Bestandteil unseres Schulalltages.

Auslandsaufenthalte

 (a) Sprachaufenthalt durch Schulkooperation

In den Jahrgängen 11 und 12 findet jeweils ein Sprachaufenthalt im Ausland statt, welcher obligatorisch für alle AbiturientInnen ist. Die Sprachaufenthalte werden unsere SchülerInnen abwechselnd ins englischsprachige und ins spanischsprachige Ausland führen. Die Aufenthalte werden durch unsere Fremdsprachenlehrer betreut. Es ist geplant, diese Reise als Schüleraustausch zu gestalten. Das bedeutet, dass unsere SchülerInnen eine Partnerschule im Ausland besuchen und dass SchülerInnen der Partnerschule die Freie Gemeinschaftliche Schule „Maria Montessori“ besuchen. Die Unterbringung der AbiturientInnen wird in Gastfamilien erfolgen. Während der Sprachreise wird am Vormittag Sprachunterricht mit Muttersprachlern vor Ort stattfinden. Die Nachmittage werden für Kulturausflüge genutzt, um die Bildungsreise abzurunden. Die Dauer der Sprachaufenthalte wird 10 bis 14 Tage umfassen. Mit diesen beiden Sprachreisen verfolgen wir verschiedene Ziele: interkulturelles Lernen, Testen und Verbessern der Fremdsprachenkompetenz, Kennenlernen von Land, Leuten und Kultur (Bildungsreise) sowie die Begegnung mit Gleichaltrigen anderer Nationen.

(b) Auslandsaufenhalte

Gerne unterstützen wir unsere SchülerInnen bei der Planung eines privaten Auslandsaufenthalts. Wir empfehlen diesen für die Dauer eines Schuljahres im Anschluss an die Klasse 10 oder 13 durchzuführen.



"Abitur in drei Jahren ist eine Chance"

Die Montessorischule Freiberg bietet das Abitur nach 13 Jahren an. Zum Tag der offenen Tür am Samstag wird auch darüber informiert.

Freiberg – Im Schuljahr 2011/12 startet in der Freien Gemeinschaftlichen Schule "Maria Montessori" in Freiberg der erste Abiturjahrgang.

Die Besonderheit: Die Schüler werden in drei Jahren, nicht wie in Sachsen üblich in zwei, auf ihre Prüfungen vorbereitet. "Als freie Schule haben wir die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, ob wir zwölf oder 13 Jahre anbieten", erklärt Schulleiterin Iris Fritsche. Eine besondere Genehmigung war nicht nötig, denn: "durch die Erweiterung wird das Zielkonzept der Einrichtung nicht verändert, eher verstärkt und erweitert", betont Fritsche. Allerdings gibt es für das zusätzliche Schuljahr keine Förderung vom Land. Der Träger der Montessorischule, der Christliche Schulverein Freiberg, muss das Jahr allein finanzieren.

Seit der Gründung gehört der Abiturjahrgang zum Konzept. Ursprünglich waren nur zwei Jahre für die Abschlussgruppe vorgesehen, doch: "Beim Abi in zwei Jahren haben wir einen reformpädagogischen Bruch", begründet die Schulleiterin die Erweiterung.

Die Montessorischule zeichne sich dadurch aus, dass sie neben dem Lehrplan Raum für individuelles Lernen, themenübergreifende Projekte und Studien- und Berufsorientierung lässt.  "Nur bei drei Jahren haben wie die Chance, dieses Mehr auch in der Abschlussgruppe anzubieten", erklärte Fritsche.

Drei neue Lehrer müssen für die Abiturienten eingestellt werden. In der Einrichtung werden die Schüler nicht in Klassenstufen, sondern in altersgemischten Stammgruppen unterrichtet. Dies wird auch beim Abschlussjahrgang in den nächsten Jahren so sein, denn die Mädchen und Jungen der 11, 12 und 13 werden zusammen unterrichtet. Das Abitur können nicht nur bisherige Schüler der Einrichtung ablegen, sondern auch die, die bisher an einer staatlichen Mittelschule oder einem Gymnasium lernten. "Das Abi in drei Jahren ist eine Chance im Vergleich zum Leistungsdruck an staatlichen Schulen", betonte Fritsche.

"Den Eltern bietet sich dadurch eine zusätzliche Wahlmöglichkeit. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile", sagte Sven Krüger, Verwaltungs- und Finanzbürgermeister der Stadt.

ZUM TAG DER OFFENEN TÜREN
in der Montessori-Schule sind morgen zwischen 9.30 und 13 Uhr die Räume der Jahrgänge 1-3 in der Bernhard-Kellermann-Straße 20 geöffnet. Dort findet 10 Uhr eine Informationsveranstaltung für alle statt. 10.30 bis 14 Uhr ist die Carl-Böhme-Schule, Friedeburger Straße 17, offen. Am 1. März wird 20 Uhr über das Abitur an der Schule informiert.

Freie Presse am 14.01.2011
Text: Maria Lotze  Foto: Rolf Rudolph