

Am 6. und 7. März verwandelte sich der Solaris-Turm in Chemnitz wieder in ein Zentrum für jungen Entdeckergeist: Der Regionalwettbewerb Südwestsachsen rief unter dem diesjährigen Motto „Maximale Perspektiven“ dazu auf, gewohnte Sichtweisen zu hinterfragen und wissenschaftliches Neuland zu betreten.
Für unsere Schule ging Lucill Seifferth (19) an den Start und bewies im Fachbereich Biologie, dass in kleinen Details oft die größten Geheimnisse der Natur schlummern. Im Rahmen ihrer Wissenschaftlichen Arbeit widmete sich Lucill einer besonderen Pflanzengruppe: den Sukkulenten und Kakteen. Diese Überlebenskünstler der Wüste haben faszinierende Strategien entwickelt, um mit Wasserknappheit umzugehen. Lucill wollte es genau wissen und untersuchte die Stomata (Spaltöffnungen), die für den Gasaustausch und die Transpiration der Pflanzen verantwortlich sind.

Um diese winzigen Strukturen sichtbar zu machen, nutzte sie gleich drei verschiedene mikroskopische Verfahren: • Lackabdrücke: Um die Anzahl der Spaltöffnungen auf der Oberfläche zu bestimmen. • Querschnitte: Für einen tiefen Einblick in die Gewebestruktur. • Oberflächenschnitte: Um die Architektur der Epidermis verschiedener Sukkulentenarten im Detail zu vergleichen.
Lucill nutzte ihre persönliche Begeisterung für Sukkulenten und knüpfte wertvolle Kontakte zur Deutschen Kakteengesellschaft. Uwe Lindner aus dem Kakteenverein Burgstädt e.V. unterstütze sie dabei mit seinem Rat und seiner Expertise. Durch diese Zusammenarbeit konnte sie nicht nur auf Expertenwissen zurückgreifen, sondern bezog von dort auch ihre speziellen Versuchspflanzen.
Nach monatelanger Arbeit wurde es am Freitag (06.03.) und Samstag ernst. Lucill präsentierte ihr Projekt mehrfach vor einem interessierten Publikum aus Wissenschaft und Bildung. Der Höhepunkt war das 20-minütige Fachgespräch mit der Jury, in dem sie ihre Ergebnisse verteidigte und ihr tiefgreifendes biologisches Verständnis unter Beweis stellte.

Den krönenden Abschluss bildete die feierliche Siegerehrung am Samstag, dem 07.03.26, bei der alle TeilnehmerInnen für ihren Mut und ihren Forschergeist gewürdigt wurden. Lucill erlangte den 2. Platz in der Sparte Biologie.
Ein Projekt dieser Größenordnung ist nur durch die Zusammenarbeit im Hintergrund möglich. Ein ganz besonderer Dank gilt Gerd Schmahl. Durch seine tatkräftige Unterstützung, die fachliche Beratung und die Bereitstellung der hochwertigen mikroskopischen Technik hat er diesen Erfolg erst möglich gemacht.
Wir gratulieren Lucill Seifferth ganz herzlich zu dieser fantastischen Leistung!
Text: Louise Eibisch