Erde für ein neues Haus

Die Montessori-Schule Freiberg bekommt einen Anbau für 2,4 Millionen Euro. Angesichts stark steigender Schülerzahlen ist die Stadt dringend darauf angewiesen.


Freiberg. Es war ein Jubelschrei aus mehr als 100 Kinderkehlen, als Schüler, Lehrer, Vorstände, dazu der Architekt und nicht zuletzt der Oberbürgermeister ihre Spaten symbolisch in die Erde einer Brache im Freiberger Stadtteil Wasserberg rammten. Die Freie Gemeinschaftliche Schule "Maria Montessori", seit 2011 untergebracht in einem in die Jahre gekommenen Einheitsbau ostdeutscher Plattenbau-Architektur, bekommt einen modernen Anbau.

Auf zwei Etagen mit insgesamt gut 1500 Quadratmetern Nutzfläche sollen Fachkabinette, ein Mehrzweckraum und sechs Gruppenräume - statt in Klassen sind die Schüler in der FGS in jahrgangsübergreifende Stammgruppen organisiert - Platz finden. Gestern ist der Startschuss gefallen. Von einem "wunderbaren Moment" sprach Sybille Ott vom Vorstand des Christlichen Schulvereins, des Trägers der freien Schule. Sie erhofft sich vom Bau ideale Lernbedingungen für die Grundschüler, aber auch bestmögliche räumliche und fachliche Voraussetzungen für die Abschlussklassen. Noch 2017 sollen Baufirmen die Bodenplatte gießen, in einem Jahr, so das Ziel, soll das Gebäude fertig sein.
Architekt Thomas Eisenreich beschrieb das Gebäude als schlichten, würfelartigen Holzrahmenbau mit einer verputzten, womöglich teilweise auch mit Holzpaneelen verkleideten Fassade.

Stadt und Schulverein verhandeln noch über einen Hort-Neubau, der alsbald folgen könnte. Mittel- bis langfristig soll auch die Kapazität der Schule steigen. Sybille Ott blickt optimistisch in die Zukunft. Die Schule war vor gar nicht allzu langer Zeit mit einem Richtungsstreit im Verein in die Schlagzeilen geraten. So gab es unterschiedliche Vorstellungen über die künftige Strategie. "Wir bleiben bei unserer Montessori-Ausrichtung", versichert Sybille Ott. Das war teils infrage gestellt. Seit Sybille Ott den Vorsitz im Vorstand übernommen hat, hat sich die Lage entspannt. Das zeigt sich an den Schülerzahlen. Aktuell lernen wieder rund 200 Kinder an der Montessori-Schule, für das Schuljahr 2018/2019 rechnet Ott mit 230 Schülern. Und auch alle Lehrer- und Erzieherstellen sind besetzt, sagt Achim Steinhart von der Schulleitung.

Das freut auch OB Sven Krüger (SPD). Denn ohne die freie Schule würde es mit der Aufnahmekapazität der staatlichen Schulen in Freiberg eng. 2009, als er in die Stadtverwaltung kam, habe es 300 Schulanfänger gegeben, so Krüger. 2018 bewege man sich auf die 400 Schulanfänger zu - ein Anstieg von mehr als 30 Prozent. "Wir bekommen sie alle unter", so Krüger. Ohne die Freie Gemeinschaftliche Schule wäre das nicht möglich, räumt der OB ein.

Er baut auch auf die Agricola-Grundschule im Münzbachtal, die 2019 neu aufgebaut sein und damit größer als zuvor wieder zur Verfügung stehen soll. Für den 6. Dezember ist die Grundsteinlegung vorgesehen.

Von: Frank Hommel
Freie Presse erschienen am 15.08.2017

 

 

Montessorischüler verzieren Dresden

Junge Leute nehmen an Festival teil - Höhepunkt eines besonderen Projektes


Freiberg/Dresden. Beim LackStreiche-Kleber-Urban-Art-Festival (LSK) am Wochenende in Dresden waren Jugendliche der Freien Gemeinschaftlichen Schule "Maria Montessori" mit von der Partie. An einer Wand an der Dresdner Scheune zeigten sie als Workshopleiter ihr Können, halfen Besuchern beim Sprühen und kreierten zudem ihr eigenes Werk.

Da Lehrerin Anne Heinelt bei der Organisation des Festivals mitwirkt, kam die Idee, die Montessorischule nicht nur von innen, sondern auch von außen bunt zu gestalten und so ein Teil des Festivals zu werden. So lernten die Schüler im Laufe des Jahres Techniken der Street-Art kennen. "Sie schauten sich die Murals (Wandbilder), Paste-Ups (Klebebilder) oder Schablonentechniken in der Dresdner Neustadt an und lernten die Werke von Dresdner Street-Art-Größen wie Andy K, Jens Besser, Artourette sowie Cesar Olhagaray kennen", teilte Anne Heinelt mit. So inspiriert, hätten die Schüler ihre Konzepte entwickelt, Wände vorbereitet und mit Spraydose und Pinsel bearbeitet. Auch durften sie beim Sommerfest der Schule mit Künstler Andy K zusammenarbeiten.

"Kam man zu Beginn vergangenen Schuljahres an die Montessorischule, sah man einen alten Plattenbau, an dem die Farbe abblätterte. Betritt man heute die Schule, sieht man vier bunte Bilder: Ein Phönix steigt in die Luft, Mäuse sprühen mit Dosen, Astronaut und Alien erforschen das Universum und zwei Jugendliche stehen in einem Regen", erzählt Heinelt. Die Wände gestalteten Schüler der 8. und 9. Jahrgangsstufe beim Erd-Kinder-Projekt. Die Teilnahme am LSK Urban Shop in Dresden war der Höhepunkt. (bk)

Dresden etwas bunter: Montessorischüler halfen mit.

Foto: Anne Heinelt
Freie Presse erschienen am 15.08.2017

 

 

Schulgartenwettstreit - Freiberger Schule eine Runde weiter

Freiberg. Die Freie Gemeinschaftliche Schule "Maria Montessori" Freiberg gehört zu den Siegern der ersten Stufe des 10. Sächsischen Schulgartenwettbewerbs unter dem Motto "Aus Grau macht Grün!". Das teilte das sächsische Kultusministerium mit. Insgesamt haben es 30 Schulen in die zweite Runde geschafft und präsentieren ihre fortgeschrittenen Projekte im Oktober einer Jury, die dann die zehn Finalisten auswählt. Insgesamt lagen der Jury 41 Bewerbungen vor. (bk)

erschienen am 20.01.2017

 

 

Oper "Romeo und Julia" lässt kaum einen kalt Schüler aus Freiberg und Bobritzsch haben eine Vorstellung in der Nikolaikirche erlebt. Ihre Reaktionen waren unterschiedlich.

Gefühl pur: Lindsay Funchal als Julia und Barbora Fritscher als Romeo.
Foto: Jörg Metzner/Theater

Freiberg/Niederbobritzsch. Die Generation der jugendlichen Enkel und der betagten (Ur-)Großeltern in einer Vorstellung: Zwischen Grau- und Silberköpfen saßen in der Nachmittagsaufführung der Bellini-Oper "Romeo und Julia" in der Freiberger Nikolaikirche viele Schüler. Um es vorwegzunehmen: Den Älteren hat die ideenreiche und gefühlvolle Inszenierung von Intendant Ralf-Peter Schulze offensichtlich gefallen. Sie sparten nicht mit Applaus. Bei den jungen Besuchern hingegen reichten die Reaktionen von Begeisterung bis zu Desinteresse.

Hin und weg von der italienischen Oper waren Ina Gege und Robin Laue. Die 15-Jährige und ihr ein Jahr älterer Freund genossen die Vorstellung sichtlich. Ebenso wie ihre Klassenkameraden von der Freien Gemeinschaftlichen Schule "Maria Montessori" klatschten sie oft. Und wenn es sehr traurig wurde, legte Robin seinen Arm um Inas Schulter. "Es gefällt mir sehr gut. Auch wenn man die Sprache nicht versteht, ist die Handlung durch die Mimik und Gestik zu verstehen", sagte Robin. Durch die Nachmittagssonne habe er allerdings von der ersten Empore aus die zusammenfassenden Obertitel nicht immer lesen können. "Aber die Kulisse ist sehr gut und passt gut in die Kirche", sagte der Schüler. Seine Freundin Ina schwärmte von Julia-Darstellerin Lindsay Funchal und "Romeo" Barbora Fritzscher sowie vom Chor: "Die sind klasse. Ihr Gesang berührt mich sehr." Im Kirchenschiff saßen auch Schüler der Oberschule Niederbobritzsch. Eine 16-jährige Hauptschülerin spielte im ersten Akt die ganze Zeit mit ihrem Handy herum. "Oper interessiert mich einfach nicht so sehr. Aber ich höre trotzdem zu", sagte die Jugendliche in der Pause. Der 14-jährige Nico Leipe hingegen lobte das Bühnenbild. Ihm gefalle die Oper "ganz gut", sagte er. Musiklehrerin Madlen Butze hat den Opernbesuch organisiert. "Wir behandeln im Unterricht gerade die ,West Side Story', da gibt es Parallelen zu ,Romeo und Julia'", erklärte sie. Bei der relativ schweren Kost würden die Schüler recht gut durchhalten. "Wir waren aber von 1,5 Stunden ausgegangen und nicht von fast 2,5 Stunden", so Butze. Beim traurigen Ende - Romeo und Julia sterben - atmete ein Schüler laut auf: "Endlich." Einige Lacher. Die anderen Zuschauer klatschten.

Von Heike Hubricht
erschienen am 22.12.2016

 

Schüler beschenken Flüchtlinge vor dem Fest - Montessori-Schüler gestern zu Besuch im Asylbewerberheim

Eva, Klara und Georg (v.r.) übergeben die Geschenke in der Asylbewerberunterkunft Freiberg.
Foto: Josch


Freiberg.
Die Schüler der Freien Gemeinschaftlichen Schule "Maria Montessori" haben im Rahmen eines Sozialprojektes die Idee gehabt, Kindern aus Flüchtlingsfamilien zu Weihnachten etwas zu schenken. Dazu sammelten sie eifrig einige Wochen lang und schafften es, für jedes der Kinder im Alter von 0 bis 16 Jahren ein Geschenk parat zu haben. 173 Pakete kamen so zusammen und am gestrigen Dienstag wurden sie in der Asylbewerberunterkunft an der Chemnitzer Straße an ihre Empfänger übergeben. "Anfang Oktober haben die Montessori-Schüler mit uns deswegen Kontakt aufgenommen", sagt Rasha Nasr, Asylbeauftragte der Stadt Freiberg. "Wir waren sehr glücklich über diese Idee und haben sie so gut wie möglich unterstützt." Das fröhliche Strahlen der Kinder war für die Organisatoren der schönste Lohn.

Von Wieland Josch
erschienen am 21.12.2016

 

 

Schlaue Musikboxen, kuriose Instrumente, modernes Tontheater

Foto: Eckardt Mildner


Mit Klangkörpern
haben sich Mädchen und Jungen der vierten bis sechsten Jahrgangsstufe der Freien Gemeinschaftlichen Schule "Maria Montessori" in dieser Woche beschäftigt. Unter Leitung von Erwin Stache, Tobias Tanneberger und Benjamin Stache experimentierten sie in drei Gruppen. Sie erarbeiteten Kompositionen und Konstruktionen des Klangs und stellten selbst Klangkörper her. Die Ergebnisse präsentierten sie gestern vor Eltern, Großeltern und Freunden in der Ernst-Grube-Halle. Organisiert wurde die Woche vom Epi-Zentrum.

erschienen am 24.09.2016

 

 

Freiberg zeigt sich farbenfroh und weltoffen

Zum zweiten Mal fand in der Bergstadt der Markt der Vielfalt statt. Im Fokus stand die Präsentation der Freiberger Vereine. Auch das Thema Integration spielte eine große Rolle.

Von Stefanie Horn
erschienen am 26.09.2016

Freiberg. Bunt und vielfältig zeigte sich am Samstagnachmittag das Treiben auf dem Freiberger Obermarkt. 16 Vereine präsentierten sich mit ihren Ständen und hielten für die Besucher jede Menge Informationsmaterial sowie Spiel und Spaß bereit. Zahlreiche weitere Akteure gestalteten ein buntes Bühnenprogramm. Der zweite Markt der Vielfalt eröffnete in diesem Jahr zugleich die Interkulturelle Woche. Er fand zudem im Rahmen des Programms "Engagierte Stadt" statt.

"Dabei handelt es sich nicht um ein einzelnes gefördertes Projekt. Ziel ist es vielmehr, Strukturen zu schaffen, um das ehrenamtliche Engagement in den Kommunen zu stärken", erklärt Rene Otparlik vom Verein "Agenda 21". Das Fest sei "ein schönes Beispiel dafür, wie vielseitig unsere Vereinslandschaft in Freiberg ist", so der Agenda-21-Chef.

Mit dabei waren unter anderem der Verein Nadeshda Hoffnung, der Kinderschutzbund, der Christliche Schulverein Freiberg, der Verein der Vietnamesen und der Freiberger Stadtchor. "Wir sind derzeit 90 Chormitglieder und freuen uns immer über Nachwuchs. Vor allem männliche Unterstützung können wir gut gebrauchen", sagt Simone Langer vom Stadtchor. Hilfe bei den Hausaufgaben sowie eine tägliche Betreuung von Kindern und Jugendlichen bietet der Kinderschutzbund in seinem Kibu-Treff im Pi-Haus. "Hauptsächlich haben wir Kinder aus den sogenannten DaZ-Klassen, also Deutsch als Zweitsprache, bei uns in der Hausaufgabenbetreuung. Neben zwei festangestellten Kräften haben wir auch ehrenamtliche Mitarbeiter und natürlich freuen wir uns immer über weitere Unterstützer, die sich mit ihren Ideen einbringen wollen", erklärt die Sozialpädagogin Sophie Helbig.

Bei dem Programm "Engagierte Stadt" geht es vor allem um Vielfältigkeit, wobei auch das Thema Integration eine wichtige Rolle spielt. "Wichtig ist uns, dass wir in Zukunft die Flüchtlinge und andere ausländische Mitbürger noch stärker in die eigenen Strukturen einbinden", erklärt Annett Schrenk als Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Mittelsachsen. "Derzeit gibt es viele Angebote extra für diese Menschen, was natürlich toll ist, jedoch wollen wir es schaffen noch mehr miteinander zu machen. Grundlange dafür sind jedoch erst einmal ausreichende Deutschkenntnisse", erläutert Schrenk.

Eine Gelegenheit, bei der Menschen aller Generationen und Nationalitäten etwas gemeinsam aufbauen können, ist beispielsweise das vom Freiberger Kreisverband des Naturschutzbundes ins Leben gerufene Integrationsprojekt Garten. "Unser Grundstück befindet sich in der Anlage am Häuersteig. Hier können die Bewohner der Flüchtlingsunterkünfte gemeinsam mit jungen Familien oder Rentnern, die keinen eigenen Garten haben, arbeiten, voneinander lernen und etwas eigenes gestalten", erklärt Holger Lueg von Naturschutzbund, der sich jederzeit über weitere interessierte Mitgärtner freut.

Danny Weibrich von der Freien Gemeinschaftlichen Schule Freiberg zeigt den Kindern beim Markt der Vielfalt, wie einfach Lernen und Spiel miteinander verbunden werden kann.

Foto: Stefanie Horn

 

 

Schulverein: Montessori soll Leitstern bleiben

Vorstand der Freien Gemeinschaftlichen Schule wieder komplett

Freiberg. Nach einer Zeit, bei der die Verantwortung nur auf wenigen Schultern lastete, ist der Vorstand des Christlichen Schulvereins in Freiberg wieder komplett. Der Verein betreibt die Freie Gemeinschaftliche Schule "Maria Montessori" in Freiberg, kurz FGS. Bei einer Versammlung wurde die Reinsbergerin Sybille Ott zur Vorsitzenden gewählt. Außerdem wählten die Mitglieder zwei Beisitzer. Zwischenzeitlich hatten Schatzmeisterin Karin Stottmeister und Stellvertreter Jörg Rehwagen den Vorstand gebildet.

Vorsitzende wirbt um Vertrauen
Die neue Chefin arbeitet als Diplom-Sozialpädagogin und hat ein Montessori-Diplom. Ihr obliegt es, einen Richtungsstreit beizulegen, der zuletzt nach Informationen der "Freien Presse" an der FGS tobte. Dabei soll es sogar um die reformpädagogische Ausrichtung der Schule gegangen sein. Sie stehe für den Montessori-Gedanken, nach dem Kinder entsprechend ihren individuellen Bedürfnissen lernen, betonte Sybille Ott der "Freien Presse". Sie wolle dafür sorgen, dass Schüler und Lehrer wieder Vertrauen in die Zukunft der Schule gewännen: "Wir müssen wieder auf Augenhöhe miteinander kommunizieren." So wolle sie sich bei einer Klausur der Lehrerschaft diese Woche vorstellen. Ihr Ziel: "Wir dürfen keine Schüler mehr verlieren - und auch keine Lehrer."

Zu Personalien mochte sie sich nicht äußern. Etwa der von Volker Didzioneit, einst Geschäftsführer und aktuell Assistent der Geschäftsführung im Verein. Eltern hatten berichtet, Didzioneit sei entlassen worden. Der "Freien Presse" bestätigte Didzioneit, aus betriebsbedingten Gründen gekündigt worden zu sein. Das sei aber wegen Formfehlern unwirksam, wie ihm der Vorstand bereits bestätigt habe. Mehr wollte er nicht sagen: "Ich bin loyal gegenüber der FGS. Die Schule ist wichtig für Freiberg, und ich möchte nicht noch Öl ins Feuer gießen."

Neuer Schulleiter gesucht
Zum Zeitpunkt der Entlassung Ende April war Ott noch nicht im Amt. Stottmeister und Rehwagen hatten am Montag vergangener Woche der "Freien Presse" bestätigt, dass Didzioneit auf eigenen Wunsch nicht mehr Geschäftsführer sei und ein Geschäftsführer gesucht werde. Auf eine Kündigung waren sie nicht eingegangen, am Freitag waren sie nicht zu erreichen. Auch die Stelle der Schulleitung ist vakant und aktuell ausgeschrieben. Die 1998 eröffnete Schule hat aktuell knapp 190 Schüler.

erschienen am 17.05.2016
(fhob mit wto)

 

Für die Freie Gemeinschaftliche Schule "Maria Montessori" an der Tschaikowskistraße in Freiberg gibt es große Pläne. Volker Didzioneit, Geschäftsführer des Schulvereins, und Ayman Rakrouki mit einem Entwurf.
Foto: Eckardt Mildner

Freiberger Montessori-Schule soll einen Anbau bekommen

Der Trägerverein der einzigen Freien Schule der Stadt hat das Grundstück mit der einstigen Gorkischule gekauft. Er plant einen zwei Millionen Euro teuren Neubau in Modulbauweise. Doch das soll nur der erste Schritt sein.

Freiberg. Das Gebäude der Montessorischule an der Freiberger Tschaikowskistraße spottet jeder Beschreibung: Die Farbe blättert von der Fassade, einige Fenster schließen nicht mehr richtig, die Wasserleitungen sind veraltet. Zudem entspricht der Brandschutz nicht den aktuellen Anforderungen. Jetzt ist der Christliche Schulverein Freiberg als Träger der Freien Schule in die Offensive gegangen. Er hat das rund 1,4 Hektar große Grundstück des früheren Rüleingymnasiums (zuvor Gorkischule) für rund 385.000 Euro von der Stadt gekauft. "Wir planen einen zwei Millionen Euro teuren Teilneubau in Modulbauweise", sagt Volker Didzioneit, Geschäftsführer des Christlichen Schulvereins.
Architekten hätten auch aus Kostengründen von einer Sanierung des alten Schulgebäudes abgeraten. "Und einen kompletten Neubau können wir nicht stemmen", sagt Didzioneit. Ines Eisoldt, zweite Vorstandsvorsitzende des Vereins, ergänzt, dass der Verein in den vergangenen Jahren keine Möglichkeit hatte, ein finanzielles Polster zu schaffen. "Obwohl das Gesetz eine Gleichbehandlung gebietet, erhalten wir im Vergleich zu staatlichen Schulen seit diesem Schuljahr nur etwa 75Prozent der Mittel, vorher waren es sogar nur 55 Prozent", sagt sie.

Laut Didzioneit soll das Projekt bereits im nächsten Jahr umgesetzt werden. Vorgesehen ist ein zweigeschossiger Neubau in Holzmodulbauweise. Zwölf Module sollen aufgestellt und miteinander verbunden werden. Die Nutzfläche wird 900Quadratmeter betragen. Ein überdachter Übergang wird das neue mit dem alten Gebäude verbinden. Dieser Übergang ist aber nur provisorisch, denn in etwa sechs Jahren ist ein weiterer Modul-Neubau geplant. Dann soll die alte Schule abgerissen werden. Nach dem ersten Bauabschnitt soll aber zunächst noch Unterricht in der unteren Etage des alten Schulgebäudes laufen.

Fördergeld für das Projekt sei bereits bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) beantragt. Bis zu 40 Prozent der Ausgaben könnten bezuschusst werden. Allerdings ist das Förderprogramm für die schulische Infrastruktur seit Jahren überzeichnet. "Die Schulträger beantragen mehr Fördermittel als zur Verfügung stehen", bestätigt eine SAB-Sprecherin. Für 2016 lägen bereits Anträge für rund 116 Millionen Euro vor. Zum Vergleich: In diesem Jahr werden 50 Millionen Euro Zuschüsse gezahlt.

"Wir kommen um einen Neubau nicht herum. Denn wir müssen die Brandschutz-Auflagen erfüllen", sagt Didzioneit. Der Verein wolle an Stiftungen herantreten und Sponsoren suchen. "Wahrscheinlich müssen wir aber auch das Schulgeld erhöhen", kündigt der Geschäftsführer an. Derzeit liegt das Schulgeld bei maximal 99,90 Euro pro Schüler, mit Hortbetreuung 164,34 Euro. An der Freien Schule lernen 220 Schüler. www.fgs-freiberg.de

 

 

So sieht der bisherige Entwurf für den Anbau an das alte Schulgebäude aus.
Grafik: Architekturbüro An der Elbe Riesa

Text: Heike Hubricht
erschienen am 04.09.2015

 

2,5 mal um den Äquator

Beim Stadtradeln kommt Freiberg auf 101.832 Kilometer

Freiberg. Beim deutschen Stadtradel-Wettbewerb haben die Freiberger Starter 101.832 Kilometer verbucht und damit die Umwelt um mehr als 14,5 Tonnen Kohlendioxid entlastet. "Die 100.000-er Marke ist in den drei Wertungswochen wieder geknackt worden", sagte Koordinator René Otparlik gestern bei der Siegerehrung auf dem Obermarkt. 416 Radler hatten sich in 30 Teams beteiligt, so der Chef des Freiberger Agendavereins weiter.

Bestwerte Mit 1748 Kilometern erzielte Robert Petzold die beste Einzelleistung, gefolgt von Gunther Fischer (1348 km) und Clark Schotte (1218 km). Die Teamwertung gewannen die Freiberger Radfreunde (26.055 km) vor der Solarworld (12.566 km) und der TU Bergakademie (9806 km), beste Schule wurde die FGS "Maria Montessori" mit 6905 km.

erschienen am 27.06.2015 (jan)

 

Freie Schule kämpft um Gleichstellung

Arbeitsgemeinschaft ruft zu Aktionswoche auf

Freiberg. Eine kleine Demonstration hat gestern auf dem Schulhof der Freien gemeinschaftlichen Schule "Maria Montessori" stattgefunden. Die Arbeitsgemeinschaft "Freie Schule" hatte zu einer Aktionswoche aufgerufen. Schüler haben dafür Plakate gestaltet. "Das Geld soll gerecht aufgeteilt werden" oder "100 Prozent für freie Schulen", war unter anderem zu lesen.

"Es geht darum, dass die Freien Schulen in Sachsen nur rund 70 Prozent des Geldes pro Schüler bekommen, das verfassungsmäßig für jeden Schüler in Sachsen aufgebracht werden müsste", erklärte Ines Eisoldt vom Christlichen Schulverein. Daraus resultieren nicht nur geringere Gehälter für die Lehrer, sondern auch kaum Investitionsmöglichkeiten. Morgen findet dazu eine Anhörung im Sächsischen Landtag statt, bei der auch die Montessorischule als Zuhörer vertreten sein wird. Der gestern anwesende Landtagsabgeordnete Steve Ittershagen (CDU) relativierte die Problematik. "Die Gelder pro Schüler und Jahr lassen sich zwischen öffentlichen und freien Schulen nicht einfach vergleichen". Das läge daran, dass die Schulfinanzierungen aus unterschiedlichen Quellen kommen. "Ich bin aber auf jeden Fall dafür, dass letztlich die Lehrer bei gleichen Leistungen die gleiche Bezahlung erhalten sollten", so der Abgeordnete.

erschienen am 16.04.2015 (peh)
(peh)

Nein, der Opa schläft nicht nur

Bei einem Projekt der Montessori-Schule Freiberg ging es eine Woche lang um den Umgang mit dem Tod. Eine emotionale Herausforderung.
Freiberg. Das blonde Mädchen betrachtet zwei Bilder: Auf einem sitzt eine alte Frau im Sessel und lächelt. Das zweite zeigt das selbe Zimmer. Doch die Oma liegt im Bett, die Decke ist über ihr Gesicht gezogen. Sie ist tot. Das Mädchen flüstert: "Sie kommt nicht wieder." Die Achtjährige kennt das Gefühl. Voriges Jahr starb ihr Großvater. "Das war sehr traurig. Ich musste meine Oma bei der Trauerfeier trösten." Das Mädchen nimmt am Projekt der Freiberger Montessorischule zur Trauerarbeit teil. Eine Woche lang beschäftigen sich 27 Drittklässler mit dem Thema "Leben und Sterben als miteinander verbunden erfahren".

Dabei werden sie von fünf Mitarbeiterinnen der Hospizgruppe des Diakonischen Werkes Freiberg betreut, die einen Wochenendkurs "Hospiz macht Schule" besucht haben. Es ist das erste derartige Projekt in Mittelsachsen. Fördermittel gibt es nicht, die Hospizgruppe agiert ehrenamtlich. "Wir begleiten Sterbende und ihre Angehörigen zu Hause. Dabei spüren wir oft, dass die Kinder außen vor gelassen werden, weil die Eltern es nicht schaffen, mit ihnen zu sprechen. Wir wollen die Kinder an das Thema heranführen", sagt Hospiz-Koordinatorin Barbara Beger. Im Vorfeld fragten die Mitarbeiterinnen, ob es in den Familien Trauerfälle oder Schwerkranke gibt.

Das Programm der Schüler ist anspruchsvoll: Am ersten Tag geht es um das Werden und Vergehen, am zweiten um Krankheit und Leid, am dritten um Sterben und Tod, am vierten um das Traurigsein und heute um Trost und Trösten. Die Kinder sehen Filme an, hören Geschichten, malen Bilder und diskutieren in Gruppen. Zudem berichtete eine Krankenschwester über ihre Arbeit.

Für die Grundschüler ist die einwöchige Beschäftigung mit "Leben und Sterben" eine emotionale Herausforderung. "Wir haben es inzwischen kapiert, warum geht es immer noch ums Sterben?", sagt ein Junge. Ein Mädchen sagt: "Ich muss immer daran denken." Auf die Frage, was ihnen gefallen hat, sagen mehrere Kinder: "Die Pantomime mit den Krankheiten." Ein Junge zeigte einen Herzinfarkt, ein Mädchen, dass es einen Legostein verschluckt habe, und ein Erzieher simulierte einen epileptischen Anfall. Im Rollenspiel ging es darum, wer die bettlegerische Oma betreuen könnte, während die Mutter einkaufen geht.

Die Kinder tragen ihre Erlebnisse mit nach Hause. Eine Mutter berichtet, dass ihre Tochter nach dem dritten Tag kurz vorm Einschlafen über das Sterben geredet hat. "Mein Eindruck ist, dass das Thema sie beschäftigt, aber nicht belastet", so die Mutter. Sie begrüße das Projekt. "Denn früher oder später stirbt ja eine Oma oder ein Opa." - Hospizgruppen-Chefin Beger sieht die Gefahr einer Überforderung nicht. "Wir lassen die Kinder nicht allein, werten die Tage mit ihnen aus und reagieren. Wir sind wachsam. Am vierten Tag kam das Wort Sterben gar nicht vor." Heute werden die Projekt-Ergebnisse den Eltern beim Abschlussfest vorgestellt. Laut Beger haben schon drei weitere Schulen Interesse bekundet.

In der Montessori-Schule in Freiberg stellt Katrin Denzau von der Hospizgruppe Freiberg das Buch "Hat Opa einen Anzug an?" vor.

Foto: Eckardt Mildner
Text: Heike Hubricht

"Trauerarbeit braucht Zeit"

Über den Umgang mit dem Thema Tod sprach Heike Hubricht mit der Freiberger Kinder- und Jugendpsychologin Kristina Döring.

Foto: Henry Rademacher

Freie Presse: Ab welchem Alter sollten Kinder mit dem Thema Sterben vertraut gemacht werden?

Kristina Döring: Da gibt es keine Altersgrenze. Wenn bei einer Vierjährigen der Großvater stirbt, muss natürlich darüber gesprochen werden. Kinder haben nicht viele Möglichkeiten, mit ihrer Trauer umzugehen. Manche sind überdreht oder auch aggressiv - doch dahinter steckt Trauer.

Wann sollte ein Kinderpsychologe zu Rat gezogen werden?
Wenn sich ein Kind für längere Zeit zurückzieht, nicht aus sich herauskommt und seine Freunde und Hobbies vernachlässigt, sollte man die Konsultation erwägen. Trauerarbeit braucht Zeit und hängt auch von der Beziehung ab, die das Kind zu dem Verstorbenen hatte.

In dem Projekt in Freiberg beschäftigen sich Acht- bis Zehnjährige eine Woche lang mit "Leben und Sterben". Was halten Sie davon?
Kinder sollten mit dem Thema umgehen lernen. Insofern finde ich das Projekt wichtig und mutig. Im Vorfeld sollte aber geklärt werden, ob in den Familien der Kinder gerade ein Angehöriger gestorben ist. Da ist besondere Vorsicht nötig. Und bei aller Schwere sollte die Freude am Leben nicht aus dem Auge gelassen werden.

erschienen am 14.11.2014
Text: Heike Hubricht

 

Neunjährige wünscht sich Land zum Geburtstag - für ihre Schule

Die Montessori-Schule will ihren Kindern mehr Platz bieten. Dafür sammelt der Trägerverein Geld - mit ungewöhnlichen Ideen.

Freiberg. Am liebsten hätte sich Eva Lotte Heißenberg zum Geburtstag ein Pferd gewünscht. "Aber das bekomme ich sowieso nicht. Also habe ich auf meinen Wunschzettel geschrieben: Ein paar Quadratmeter Land für meine Schule", sagt die Neunjährige. Und das hat geklappt - Verwandte und Bekannte haben zusammengelegt. Die Schule sei ihr wichtig, sagt die junge Bräunsdorferin: "Ich will draußen spielen und dafür Platz haben."

Eva Lotte Heißenberg auf dem Gelände vor der Freien Gemeinschaftlichen Schule in Freiberg, das der Trägerverein für die Kinder sichern will. Die Fliesen mit dem Schullogo sind ein Dankeschön für Spenden.

Die Spende reiche für mehr als 30 Quadratmeter, sagt Ines Eisoldt. Sie ist die Vizechefin des Christlichen Schulvereins Freiberg, der im ehemaligen Rüleingymnasium auf dem Wasserberg die Freie Gemeinschaftliche Schule "Maria Montessori" eingerichtet hat und sich das Gelände nun dauerhaft sichern will.

Der ursprüngliche Plan, auf dem Grundstück neu zu bauen, sei vorerst nicht umsetzbar, sagt die 47-Jährige: "Acht Millionen Euro sind zu viel für uns." Die freien Schulen würden seit Jahren finanziell vom Freistaat benachteiligt.

Stattdessen solle nun die bisher angemietete Hälfte des DDR-Typenbaus - die andere ist bereits von der Stadt abgerissen worden - nebst Außengelände gekauft und hergerichtet werden. Als Preis seien gut 30 Euro pro Quadratmeter vereinbart worden: "Dabei wurde gegengerechnet, dass wir den Plattenbau noch sanieren müssen." Das Geld soll über Kredite und vor allem Spenden aufgebracht werden, erläutert die Vorstandsfrau.

Die Ideen dafür reichen von Benefizkonzerten - Schüler und Eltern haben bereits rund 1500 Euro eingespielt - über einen Spendenlauf zum Herbstfest am 20. September und Bittbriefe an Firmen bis hin zu dem Aufruf, "Land für Visionen" zu sichern. 222 Quadratmeter seien bisher zusammengekommen, informiert der Verein auf seiner Homepage. Geplant sei auch ein Sammelaktion über das Internet.

Baubürgermeister Holger Reuter (CDU) bestätigte gestern, dass die Stadt dem Verein "das Gebäude nebst notwendigem Schulgrundstück" veräußern würde. Dabei sei von knapp 9000 Quadratmetern die Rede. Ob der Verein noch mehr Land kaufen kann - zum Forstweg hin sind noch gut 6000 Quadratmeter frei - ist derzeit offen. Reuter: "Das Grundstück eignet sich für eine Wohnbebauung, da ließen sich viel höhere Preise erzielen."

Montessori-Pädagogik setzt auf das Kind als "Baumeister seines Selbst"

243 Schüler lernen derzeit an der Freien Gemeinschaftlichen Schule "Maria Montessori" (FGS) in Freiberg. Der Unterricht erfolgt jahrgangsübergreifend in der Unter- (Klassenstufe 1 bis 3), Mittel- (4 bis 6), Ober- (7 bis 9) und Abschlussgruppe (10 bis 13). Im vorigen Schuljahr haben elf FGS-ler einen Schulabschluss erreicht.

Träger der Einrichtung ist der Christliche Schulverein Freiberg mit derzeit 96 Mitgliedern. Den vierköpfigen Vorstand leitet Joachim Krahl.

Als Grundgedanke der Montessori-Pädagogik gilt die Aufforderung "Hilf mir, es selbst zu tun". Der offene Unterricht und die Freiarbeit werden zum Tag der offenen Tür am 27. September in der Tschaikowskistraße 4 erläutert. (jan) www.fgs-freiberg.de

erschienen am 04.09.2014
Text und Foto von Steffen Jankowski

 

Ein ganzer Abiturjahrgang passt auf eine einzige Bank

In einen Anzug für den Abschlussball mussten sich Michael Nimmrichter und Franz-Christoph Schneider nicht zwängen. Sie hätten in ihrem Jahrgang auch keine passende Tanzpartnerin gefunden.

Freiberg. Dieses Abifoto war mal schnell im Kasten: Hinsetzen, in die Kamera schauen, fertig. Während es bei anderen Jahrgängen Minuten dauert, ehe sich alle Abiturienten in der richtigen Pose befinden, brauchte der Abschlussjahrgang der Freien Gemeinschaftlichen Schule "Maria Montessori" nur ein paar Sekunden. Denn es mussten gerade einmal zwei junge Männer ins richtige Licht gerückt werden.

Da der Unterricht in der Montessorischule jahrgangsübergreifend abgehalten wird und bis zur 13. Klasse geht, waren Michael Nimmrichter und Franz-Christoph Schneider im vergangenen Schuljahr mit ein und zwei Jahre jüngeren Schülern gemeinsam in einer Klasse. "Insgesamt waren aber auch das nur fünf", sagt Franz-Christoph Schneider. "Die älteren Jahrgänge sind halt die ersten, die auf diese Schule gegangen sind. Und damit noch recht wenig."

Schneider und Nimmrichter sind sogar die allerersten, die an der Freien Gemeinschaftlichen Schule das Abitur gemacht haben. Seit der sechsten Klasse lernen die mittlerweile 19-Jährigen in dieser staatlich genehmigten aber nicht anerkannten Schule. "Zu den Prüfungen für den Realschulabschluss mussten wir uns klagen. Das ist aber schon ein Routinevorgang in Sachsen", erzählt Schneider. Und Nimmrichter ergänzt: "Da wir keine anerkannten Vorleistungen erbringen konnten, mussten wir beim Abi mehr Prüfungen bestehen als alle anderen."

Davon, dass sie statt drei schriftlicher und zwei mündlicher jeweils vier schriftliche und mündliche Prüfungen absolvieren mussten, haben die zwei jungen Männer aber schon gewusst, als sie sich für diesen Weg entschieden haben. "Und wir haben es nie bereut", sagt Nimmrichter. Abgenommen wurden ihnen die Abschlussprüfungen am Brand-Erbisdorfer Cottagymnasium. Als Schulfremde. So steht es auch auf ihren Zeugnissen. Und die sind staatlich anerkannt.

Denn nach dem Lehrplan werden auch die Schüler an der Freien gemeinschaftlichen Schule unterrichtet. Mehr fächerübergreifender Unterricht, individuelle Betreuung durch kleine Klassen und durch die 13. Klasse mehr Zeit zur Vorbereitung auf das Abi - das schätzen die beiden ersten Schüler, die das Abitur am Cottagymnasium als Schulfremde bestanden haben, am meisten an ihrer Schule. "Das sind die Vorteile. Die Nachteile sind, dass wir mehr Klausuren beim Abi hatten und dass die mündlichen Prüfungen erst sehr spät, nämlich Ende Juni, stattgefunden haben", sagt Michael Nimmrichter. "Als die Abiturienten der anderen Schulen schon mit der Trillerpfeife draußen rumgerannt sind und ihren Abschluss gefeiert haben, hatte ich gerade Konsultation."

Doch jetzt kann auch der kleinste Abschlussjahrgang des Kreises die Ferien genießen, bevor der Ernst des Lebens beginnt. Michael Nimmrichter will Medieninformatik studieren, Franz-Christoph Schneider erst einmal ein Jahr Bundesfreiwilligendienst in der Pflege machen.

"Abiturzeugnis für Schulfremde" steht auf den Dokumenten, die Franz-Christoph Schneider (links) und Michael Nimmrichter in den Händen halten. Sie sind der erste Abi-Jahrgang der Montessori-Schule.

erschienen am 11.07.2014
Text: Thomas Reibetanz
Foto: Marcel Schlenkrich

 

Auf die Räder, fertig, los!

Innerhalb des Stadtradel-Wettbewerbs unternahm das Team der Freiberger Montessori-Schule eine sonntägliche Radtour zum Waldbad.

Freiberg. Wer gestern freiwillig in die Schule kam, musste etwas Besonderes vorhaben. So trafen sich am frühen Nachmittag Schüler, Eltern und Lehrer der Freien Gemeinschaftlichen Schule "Maria Montessori" auf dem Schulhof an der Tschaikowskistraße zu einer Stunde sportlicher Gemeinschaftskunde. Diese hatte mit der Rollbewegung der Räder, dem Zusammenzählen der gefahrenen Kilometer, der eingesparten CO2-Menge sowie dem Weg zum Waldbad mit Bäumen und Wasser auch physikalische, mathematische und biologische Aspekte. "Die Chemie im Team stimmt übrigens auch", lachte Jörg Eisoldt, der Kapitän des Stadtradelteams der Schule.
Und schon setzte sich der Pulk der 60 Fahrräder in Bewegung. In die Abrechnung wurden natürlich nur die gefahrenen Kilometer der angemeldeten Teilnehmer eingetragen. Aber Jörg Eisoldt stellte klar: "Bis jetzt haben wir 1385 Kilometer zu Buche stehen, heute kommen noch einige dazu."

Viele der Stadtradler waren mit der ganzen Familie unterwegs. Die siebenjährige Lina Reinhold hatte zur Unterstützung ihre Eltern und ihre zwei kleinen Schwestern dabei, die allerdings im Anhänger transportiert wurden. Einer der ältesten Radfahrer war der 68-jährige Klaus Riemer, dessen Enkel Armin zum insgesamt 39-köpfigen Stadtradel- team der Schule gehört.

"Es geht nicht nur darum, mitzuhelfen, dass die Bergstadt Freiberg bis zum Ende der dreiwöchigen Aktion die 100.000-Kilometer-Marke schafft, sondern auch um die Vermittlung des Umweltgedankens, die Fitness der Schüler und um die Stärkung des Wir-Gefühls", erläuterte Ines Eisoldt vom Schulvorstand.

Stadtradeln ist eine nach Nürnberger Vorbild weiterentwickelte Kampagne des Klima-Bündnis, das größte Netzwerk von Städten, Gemeinden und Landkreisen zum Schutz des Weltklimas, dem rund 1700 Mitglieder in 24 Ländern Europas angehören. Die Bergstadt Freiberg nimmt vom 1. bis 21. Juni an der Aktion Stadtradeln teil.

Schüler, Eltern und Lehrer der Schule "Maria Montessori" gehen auf Tour.
Die Einrichtung hat ein Stadtradelteam gebildet.

Text: Frank Klinger
Foto: Eckardt Mildner

erschienen am 16.06.2014

 

 

Kinder bringen Abwechslung in den Alltag von Senioren

Es sollte eine einmalige Sache sein: Schüler der Montessori-Schule führten Gästen der Awo-Tagespflege Tänze und Sketche vor. Doch das Programm kam so gut an, dass es nicht das letzte gewesen sein könnte.

Freiberg. Erwartungsvoll sitzen die Senioren auf ihren Plätzen in der Awo-Tagespflege am Freiberger Forstweg. Und schon füllen mehr als 20 Kinderstimmen den Raum mit Leben. Noch plappern sie durcheinander, doch schon bald wird es mucksmäuschenstill. Die Senioren sind gespannt - und die Kinder nicht weniger aufgeregt.

Es sind Schüler aus der Untergruppe "Goldene Sterne" der Freien Montessori-Schule Freiberg. Sie haben ein Programm einstudiert, das den Senioren Abwechslung in den Alltag bringen soll. Dafür legen sich die Künstler mächtig ins Zeug. Sie singen Lieder, tanzen, tragen Sketche vor. Sogar mehrere Pantomime-Stückchen haben sie eingeübt.

Sich für andere einzusetzen, das lernen die Montessori-Schüler quasi im Unterricht. In zwei Wochen haben die 20 Schülerinnen und Schüler der Klassen eins bis drei das Sozialprojekt selbst erarbeitet. "Sie haben bei uns angefragt, ob sie unseren Senioren ihr Programm vorführen dürfen. Wir waren sofort begeistert", erzählt Siegfried Fröhlich, Geschäftsführer des Arbeiterwohlfahrtsverbandes (Awo) in Freiberg.

Auch Lehrerin Silvia Dabrowski zeigt sich beeindruckt: "Für die Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren war das eine tolle Leistung, und sie haben es mit viel Liebe gemacht." Ziel der Schulprojekttage sei es, dass die Schüler ein Thema selbstständig erarbeiten, ihre Stärken einbringen und lernen, Rücksicht aufeinander zu nehmen, erklärte sie. "Die Schüler waren mit großer Motivation dabei. Wir mussten nur wenig Hilfestellung geben, und es ist herrlich, das Interesse der Kinder für die Senioren zu sehen."

Diese Art der Schule, bei der es nicht nur ums Pauken geht, sondern auch ums Selbstmachen, komme auch bei den Kindern gut an. "Für das Projekt gab es am Anfang verschiedene Vorschläge. Wir wollten den alten Leuten, die vielleicht keine Familie haben oder einsam sind, Freude bringen", sagt Jaron Rittmeister (9). Fritz Dittrich (9) ergänzt: "Wir machen jedes Jahr ein anderes soziales Projekt. Dieses Mal wollten wir den alten Leuten etwas vorspielen und damit ein Ostergeschenk machen." Karla Meusel (6) verriet: "Wir wollen unser Projekt auch noch im Krankenhaus vorführen".

Für die Senioren sind die jungen Leute eine willkommene Abwechslung, sagt Siegfried Fröhlich. Die Lieder und Tänze haben auch bei den Demenzkranken Erinnerungen geweckt, die Pantomime habe wunderbar zum Mitdenken angeregt, schwärmt er weiter. Deshalb ernteten die Schüler auch viel Applaus. "Mir hat es sehr gut gefallen", lobte Renate Walther, und Ingeburg Gering sagte: "Die Kinder sind sehr aufmerksam und offen."

Anett Schiffel, Bereichsleiterin der Awo-Tagespflege, betonte: "Kinder und Senioren, das ist ein schönes Zusammenspiel. Wir bleiben auf jeden Fall in Verbindung." Auch Silvia Dabrowski und Lernbegleiterin Christina Tröbs wollen mit der Einrichtung zusammen arbeiten, mit den Senioren gemeinsam basteln und sie in die Schule einladen.

 

 

Foto: Eckardt Mildner
Text: Esther Sarah Wolf

erschienen am 23.04.2014

 

Schüler der Montessori-Schule bringen mit einem Tanz zum Abschluss ihres Programms Schwung in die Awo-Tagespflege.

 

 

Helfen, es selbst zu tun

Offene Tür
Freie Gemeinschaftliche Schule "Maria Montessori" lädt ein.

Am kommenden Samstag (11.01.) lädt die Freie Gemeinschaftliche Schule "Maria Montessori" in der Tschaikowskistraße 4 alle Interessierten zu einem Tag der offenen Tür ein. Von 10 bis 14 Uhr können sich Eltern und Kinder mit der reformpädagogischen Arbeitsweise der Grund- und weiterführenden Schule vertraut machen. Bereits seit 1998 lehrt die Schule nach den pädagogischen Grundprinzipien der Italienerin Maria Montessori. Einer ihrer wichtigsten Leitsätze ist: "Hilf mir, es selbst zu tun!". Unter diesem Motto hat es sich die Schule zur Aufgabe gemacht, ihre Schüler entsprechend ihres persönlichen Entwicklungsstandes zu fördern. Gelernt wird hier nicht in Klassen sondern in sogenannten altersgemischten Stammgruppen, welche sich immer aus drei Jahrgängen zusammensetzen. Für all jene, die mehr über das Konzept der Schule und die Möglichkeiten eines Einstieges erfahren möchten, gibt es zum Tag der offenen Tür ab 11 Uhr eine kleine Informationsveranstaltung. Bei dieser werden Lehrer, Lernbergleiter, Kinder, Jugendliche und Eltern Auskunft geben und sich gern den Fragen der Besucher stellen. Neben vielem Wissenswerten gibt es auch eine Menge Spannendes zu entdecken.
Die Montessori-Materialien stehen für alle zum Ausprobieren und Kennenlernen zur Verfügung. Es kann experimentiert, gespielt und gebastelt werden und auch für das leibliche Wohl aller ist mit Kaffee und Kuchen bestens gesorgt.

Im letzten Jahr gewann die FGS bei der Initiative "Spielen macht Schule" eine komplette Spieleausstattung für ihr durchdachtes und originelles Konzept eines Spielzimmers für alle Schüler.

erschienen am 08.01.2014 (sth)
Foto: Stefanie Horn

 

Preisvergabe - Spielausstattung für Montessori-Schule

Freiberg. Die Freie Gemeinschaftliche Schule (FGS) "Maria Montessori" ist als eine von 207 Preisträgern des bundesweiten Wettbewerbs "Spielen macht Schule" ausgezeichnet worden. Sie hat eine Spieleausstattung im Wert von 5000 Euro gewonnen. Neben Brettspielen erhielt die FGS, in die derzeit 230 Schüler gehen, unter anderem Karten-, Rate-, Lern- und Geschicklichkeitsspiele. Ausgelobt hatten den Wettbewerb das ZNL Transfer-Zentrum für Neurowissenschaften und Lernen und der Frankfurter Verein "Mehr Zeit für Kinder". Gesponsert wird "Spielen macht Schule" von den Mitgliedsunternehmen des Deutschen Verbandes der Spielwaren-Industrie. "Diese Initiative passt wunderbar zu unserem Schulkonzept, denn Kinder lernen spielerisch", erklärt Conny Drescher, Freizeitkoordinatorin an der FGS. (esaw)

Freie Presse am 16.11.2013

 

Spielen, experimentieren - und dabei lernen

Einladung Freie Gemeinschaftliche Schule "Maria Montessori" öffnet ihre Türen

Freiberg. Am 28. September lädt die Freie Gemeinschaftliche Schule (FGS) "Maria Montessori" zu einem Tag der offenen Tür ein. Interessierten Eltern und Kindern wird hier die Möglichkeit geboten, sich über das reformpädagogische Konzept der Ganztagsschule zu informieren. In der Zeit von 10 bis 14 Uhr können die Besucher im Schulgebäude an der Tschaikowskistraße 4 in Freiberg die Fachräume besichtigen, experimentieren, spielen und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Zusätzlich wird es um 11 Uhr eine Informationsveranstaltung geben, bei der alles Wissenswerte über das Konzept und die Möglichkeiten zur Einschulung oder eines Quereinstiegs vorgestellt werden. Thema ist sicherlich ebenfalls der geplante Neubau des Schulgebäudes am Forstweg. Momentan lernen an der FGS 246 Schülerinnen und Schüler in zwölf altersgemischten Stammgruppen, denen 45 Lehrer und Lernbegleiter zur Verfügung stehen. Die FGS bietet somit die Möglichkeit, sich von der Einschulung bis hin zum Abitur in einem an dem pädagogischen Konzept von Maria Montessori orientierten Lernumfeld zu entfalten. Zum Tag der offenen Tür werden sich die Lehrer, Lernbegleiter, Elternvertreter sowie die pädagogische Leitung, die Geschäftsführung und der Vorstand allen Fragen stellen und auch die Schülerinnen und Schüler geben gern Auskunft über ihren Schulalltag an der FGS.

"Theater machen" als Unterricht: Schüler der FGS präsentierten im letzten Schuljahr das Stück "Der Flaschenhals" in der Freiberger BIB.

erschienen am 25.09.2013 (sth)
© Verlag Anzeigenblätter GmbH Chemnitz

Foto: Michaela Richter-Wagner

 

FGS „MARIA MONTESSORI“ EINLADUNG ZUM TAG DER OFFENEN TÜR AM 26. JANUAR

Eine Freiberger Schule stellt sich vor

Bildung   In dieser Freiberger Schule ist einiges anders

Der Leitsatz Maria Montessoris, der Namensgeberin der Freien Gemeinschaftlichen Schule lautet: "Hilf mir, es selbst zu tun!". Seitdem vor zwölf Jahren der Christliche Schulverein Freiberg die Schule gründete, ist die Anzahl der Schüler in den Klassenstufen eins bis zwölf auf mittlerweile fast 240 angewachsen. Hier läuft im Gegensatz zu staatlichen Grund- und Mittelschulen sowie Gymnasien einiges anders. "Unsere Schüler lernen in altersgemischten Stammgruppen und erschließen sich sehr viel Wissen selbstbestimmt in der sogenannten Freiarbeit", erläutert Michaela Richter-Wagner vom Trägerverein. Dabei stehen in den einzelnen Schulräumen umfangreiche Materialien bereit, die von den Schülern eigenständig bearbeitet werden. "Das fördert und fordert von den Kindern Eigenverantwortung, lässt ihnen allerdings auch großen Spielraum bei der Wissensaneignung und Festigung des Erlernten." Zur Seite stehen den 25 Kindern pro Stammgruppe jeweils ein Lehrer und ein Lernbegleiter. Wer sich dieses andere Lernen noch nicht vorstellen kann, der ist am 26. Januar ins Schulgebäude an der Tschaikowskistraße 4 zum nächsten "Tag der offen Tür" eingeladen, um sich alles anzuschauen und sich natürlich auch über das reformpädagogische Konzept der Schule mit Schülern, Lehrern, Lernbegleitern und Eltern auszutauschen. Von 10 bis 14 Uhr kann man in allen vier Etagen einen Einblick in den Schulalltag von Jahrgang 1 bis zum Abitur gewinnen und auch das bereitstehende Montessori-Material ausprobieren. Dazu gibt es um 11 Uhr eine kurze Informationsveranstaltung mit Schulleiterin Iris Fritzsche. Während dieser Zeit ist für eine Kinderbetreuung gesorgt. Die Kleineren können basteln, spielen und experimentieren, die Größeren nutzen vielleicht eher den direkten Kontakt zu Gleichaltrigen oder informieren sich bei den anwesenden Fachlehrern über Anforderungen, Lernmethoden und Prüfungsvorbereitungen auf dem Weg zum Schulabschluss. Auch für das leibliche Wohl wird gesorgt sein. Weitere Info unter www.fgs-freiberg.de

Montessori-Lernmaterial ist vor allem in der Untergruppe für den Unterricht unentbehrlich.

Foto: FGS/Sven Oyen

Kooperation groß geschrieben

Partnerschaft   Firmen und Vereine arbeiten eng mit der FGS zusammen

Damit sich der Schulalltag sowohl im Bereich des Unterrichts als auch im Freizeitbereich spannend und abwechslungsreich gestaltet, legt die FGS großen Wert auf die Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen und Vereinen. "Wir sind daher froh, mit der TU Bergakademie Freiberg einen ausgezeichneten Kooperationspartner gefunden zu haben", meint Michaela Richter-Wagner vom Vorstand des Trägervereins und sie erklärt auch gleich warum. "Bei unseren Schülern können wir dadurch das Interesse am Studieren stärken und frühzeitig auf eine Berufsorientierung hinwirken." Auch mit dem Freiberger Unternehmen ACTech wird eine Kooperationsvereinbarung demnächst unterzeichnet. "Wir legen Wert auf eine regionale Fachkräfteentwicklung und engagieren uns dazu in verschiedenen Kooperationen," so Cornelia Bahr, die kaufmännische Leiterin. "Mit der Montessori-Schule gewinnen wir einen weiteren Kooperationspartner und erhoffen uns eine intensive Zusammenarbeit. Gemeinsames Ziel ist es, interessierten Schülern einen praktischen Eindruck zu unseren verschiedenen Berufsbildern zu ermöglichen und auf unsere attraktiven Ausbildungsmöglichkeiten und duale Studiengänge aufmerksam zu machen." Auch Eltern der Schüler unterstützen die FGS - sei es durch die Einladung zu Exkursionen, der Vorstellung eigener Berufe oder durch Sponsoring, ob als Selbständiger in der eigenen Firma oder als Angestellte.

Eine Schule in freier Trägerschaft

Charakteristik   Freiheit in der Gestaltung des pädagogischen Weges

Das "Frei" im Namen der FGS steht für verschiedene Aspekte der Schule, insbesondere für die umgesetzte Freiheit in der Gestaltung des pädagogischen Weges bei der Vermittlung der Lehrplaninhalte. Es steht für die freie Entfaltung der Schüler mit ihren individuellen Potentialen, für die Freiarbeit, in der die Kinder an jedem Tag selbstbestimmt lernen, und für den freien Zugang zur Schule für jedes Kind, unabhängig von seiner Kultur, Religion, Herkunft oder auch von möglichen Beeinträchtigungen. Nicht zuletzt befindet sich die FGS in freier Trägerschaft des Christlichen Schulvereins Freiberg e.V., in dem Eltern aktiv mitwirken. Sie sind Mitglied im Verein und bestimmen die Rahmenbedingungen der Schule, wobei fünf Eltern derzeit den geschäftsführenden Vorstand bilden.

Schulunterricht im Freien steht sehr oft auf dem Plan. Eines der Stichworte lautet hier "fächerübergreifend".

Foto: FGS

ZUM ABITUR IN 13 JAHREN

An der FGS lernen die Schüler bis zum 13. Schuljahr, und auch für Quereinsteiger von staatlichen Realschulen und Gymnasien steht dieser besondere Weg zum Abitur offen. Im Jahrgang 10 legen die Schüler die Realschulprüfung und in Jahrgang 13 das Abitur als "Schulfremdenprüfung" entsprechend der landesweit einheitlichen Prüfungsanforderungen ab. Vorteile an der FGS sind unter anderem das individuelle Lernen mit weniger Zeitdruck, reformpädagogische Lernwege, Sprachaufenthalte im Ausland, eine individuelle Schullaufbahnberatung sowie die Vertiefung der Methodenkompetenz für wissenschaftliches Arbeiten zur Vorbereitung auf das Studium.

Im Bild: Alle naturwissenschaftlichen Fächer, wie hier Chemie, stehen selbstverständlich auch auf dem Stundenplan der Abiturienten.
Foto: FGS/Sven Oyen

Eine Schule für alle

Die FGS ist eine offene Gemeinschaft für alle Schülerinnen und Schüler, von Jahrgang 1 bis zum Abitur - ohne Aufspaltung nach dem 4. Jahrgang. Auch Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf fühlen sich hier wohl und können sich in unseren jahrgangsgemischten Stammgruppen positiv entwickeln. Einzelfallhelfer unterstützen Schüler wie Schulteam dabei im Schulalltag. Schüler ohne Beeinträchtigungen erfahren in der Lerngemeinschaft ungezwungen den offenen Umgang mit den Inklusionskindern. Das stärkt die Sozialkompetenz und schärft den
Blick für die eigenen Stärken und Schwächen. fgs

Freiberger Blick am 16.01.2013
Texte: ANETT BASELT

 

 

Freiberg mit Kinderaugen gesehen

 

An dem Projekt "Schüler malen Freiberg" haben sich 13 Schulen beteiligt. Es sind über 600 Werke entstanden. Bis 5. August sind sie in der Freiberger Nikolaikirche ausgestellt.

Freiberg. Die Resonanz auf die vor reichlich einer Woche in der Nikolaikirche eröffnete Schüler-Ausstellung zum Thema "850 Jahre Freiberg" ist überraschend groß. "Bisher haben sich schon etwa 400 Besucher die Bilder und Skulpturen angeschaut", bilanzierte Karin Kratzsch vom Stadtmarketing Freiberg die ersten Tage der Exposition.

Ob Post und Eisenbahn, Bergmänner und Burgfräulein oder Dom und Johannisbad - die Schüler aller 13 Freiberger Schulen haben ihre Assoziationen mit der Bergstadt künstlerisch verarbeitet. Entstanden sind die mehr als 600 Bilder, Collagen, Skulpturen und hängende Installationen im Rahmen des Projektes "Schüler malen Freiberg" anlässlich der 850-Jahr-Feier. Volker Träger, Conny Hoch und Hubert Reichel vom Freiberger Kunstverein haben die Aktion betreut, die von Kulturamtsleiter Andreas Schwinger initiiert worden war.

"Manche haben ihre Werke erst in letzter Minute entwickelt, andere haben das Thema '850 Jahre Freiberg' in den Kunsterziehungsunterricht einbezogen", erklärt Träger. So etwa zwei fünfte Klassen des Schollgymnasiums unter der Leitung von Kunsterzieherin Gaby Läßker. "Wir haben zwei hängende Kristallinos aus runden und eckigen Pappen gestaltet", erklärte die Lehrerin.

Da die Nikolaikirche an den Wänden nur begrenzt Platz für Bilder und Rahmen bietet, haben sich die Schulen "Clemens Winkler" und "Carl Böhme" für große Kollektivarbeiten entschieden. Die Freie Gemeinschaftliche Schule "Montessori" hat dagegen Postkarten kreiert, die frei im Raum hängen.

Sechs Monate stand der Kunstverein mit den Schulen in Kontakt, hat Materialien beschafft und Impulse gegeben. "Jede Schule hat einen anderen Zugang zum Thema gefunden. Aber überall steckt viel Arbeit drin", resümierte Träger. Während im Erdgeschoss leuchtende Farben und Skulpturen die Aufmerksamkeit auf sich lenken, sind es in der ersten Etage grafische Zeichnungen, Fotografien und Linolschnittdrucke der Gymnasiasten.

Die Ausstellung ist nur bis zum 5.August in der Nikolaikirche zu sehen. Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm (parteilos) habe aber zur Eröffnung verlauten lassen, sich um weitere Räumlichkeiten bemühen zu wollen, sagte Träger.

Geöffnet ist von Mittwoch bis Sonntag zwischen 11 und 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Es besteht die Möglichkeit, mit Karin Kratzsch einen Sondertermin per Telefon unter 03731 419510 zu vereinbaren.


Helena, Alisa und Sara (vorn, von links) aus der Freien Gemeinschaftlichen Schule "Maria Montessori" gehören zu den Schülern, die Werke zum Stadtjubiläum in der Nikolaikirche ausstellen.

Freiberger Presse am 24. Juli 2012
Foto: Eckardt Mildner
Text: Cornelia Hennersdorf

 

 

Montessori-Flitzer sind heiß auf die Bahnhofstraße

Die Vorbereitungen für das Seifenkistenrennen am 13. Mai in Freiberg laufen bei vielen Teams schon auf Hochtouren. Es können sich noch mehr anmelden.

Freiberg – Die Pokale zeigen es: Die Schüler der Freien Gemeinschaftlichen Schule "Maria Montessori" aus Freiberg scheinen mit ihren zwei Flitzern zu den Favoriten beim 1. Freiberger Seifenkistenrennen zu gehören. In den vergangenen Jahren konnten die beiden selbst gebastelten Wagen bei Rennen in Zug und Kleinwaltersdorf auf dem Treppchen landen.
Und das wollen die Montessori-Schüler natürlich auch bei der Premiere in Freiberg schaffen. Doch die Konkurrenz schläft nicht. in verschiedenen Garagen, Werkstätten und Kellern wird bereits fleißig geschraubt, denn die ersten Anmeldungen für das Rennen am 13. Mail auf der Freiberger Bahnhofstraße sind bereits bei der Stadtverwaltung eingegangen. Organisiert wird das Spektakel von der AG Jugend des Vereins „850 Jahre Freiberg".
„Es wird ein Spaßrennen“, betont Organisationsleiter Jensen Gumieniak. „Deshalb wird neben den schnellsten Fahrern auch die schönste Seifenkiste ausgezeichnet." Zu denen, die um diese Preise wetteifern wollen, gehören auch Mannschaften des „Bunten Hauses“ und der Bergparade. Doch nicht nur Vereine und Schulen können sich beteiligen. Auch Privatpersonen haben noch bis zum 29. April die Gelegenheit, um die 350 Meter lange Strecke vom Bahnhof Richtung Innenstadt hinabzudüsen.

Die Schüler der Freien Gemeinschaftlichen Schule „Maria Montessori" aus Freiberg sind mit ihren Seifenkisten bereits startklar.

Freiberger Presse am 17. März 2012
Foto: Eckardt Mildner
Text: Thomas Reibetanz

So geht's den Berg hinab

Die Teilnahme am Seifenkistenrennen ist ab acht Jahren möglich. Teilnehmer unter 18 Jahren müssen eine Einverständniserklärung der Eltern vorlegen. Pro Team kann nur ein Fahrer gemeldet werden, dieser muss einen Schutzhelm und Handschuhe sowie lange Kleidung und festes Schulwerk tragen.

In drei Altersklassen wird gestartet: „Junior“ (acht bis zwölf Jahre/Gewicht maximal 120 Kilogramm inklusive Pilot), Rennrüpel“ (13 bis 17/170) und „Haudegen“ (18 bis 99/200).

Die Fahrzeuge müssen mindestens drei Räder haben und dürfen maximal 1,20 Meter hoch und 1 Meter breit sein. Funktionierende Lenkung und Bremsen sind Pflicht. Der Bodenabstand muss mindestens 10 Zentimeter betragen. Anmeldungen werden bis zum 29. April entgegengenommen. (tre)

 

Odysseus kämpft sich durch das Klassenzimmer

Ein Ein-Personen-Stück des Mittelsächsischen Theaters hatte seine Premiere - in der Montessori–Schule. Die jungen Zuschauer waren begeistert.

FREIBERG – Action, Spaß und Spannung: Theater im Klassenzimmer haben die 20 Viert- bis Sechsklässer der Freien Gemeinschaftlichen Schule „Maria Montessori" erlebt.

Anlass war die Premiere des Stücks „Die große Erzählung - Die Odyssee in einer Stunde" von Bruno Stori. Hauptdarsteller Andreas Jendrusch gelingt es von Anfang an, die Kinder (und ihre Lehrer) in seinen Bann zu ziehen. Sein Kostüm ist dabei eher nebensächlich: Anthrazitfarbener Allerweltsanzug, langer grauer Strickschal, weißes Hemd und Strohhut. Viel wichtiger ist der braune Lederkoffer und der Käfig, der anfangs mit einer Tischdecke abgedeckt ist. Was sich darunter verbirgt? Das Geheimnis wird erst zuletzt gelüftet. Zu lange müssen sich die Zuschauer aber nicht gedulden. Sie Story vom abenteuerlustigen grichisch-antiken Helden, seinen Irrfahrten und der glücklichen Heimkehr des Königs zu seiner Frau Penelope, erzählt Jendrusch pointiert und in Windeseile – frei nach Homer.

Regisseur Klaus-Peter Fischer verzichtet auf eine Kulisse. Im Klassenzimmer, in dem die Montessori-Schüler um vier Tische gruppiert lernen, muss nichts umgestellt werden. Vielmehr nutzt Odysseus das Inventat, schwingt sich auf Tische und sogar auf das etwas wacklig wirkende Ranzenregal, spurtet um die Schüler herum und sorgt so schon durch seine starke körperliche Präsenz für Unterhaltung. Die Schüler sind voll bei der Sache, zumal Odysseus sehr heutig wirkt – gar nicht wie der Held des zweitältesten Werkes der abendländischen Literatur.

Jendrusch geht nicht auf Distanz, sondern stellt Nähe zu den Schülern her und bringt den geschichtsträchtigen Stoff ohne erhobenen Zeigefinger rüber. Als auch noch eine "echte" Helena im Publikum sitzt und sich die Blicke ihrer Klassenkameraden bei der Erwähnung ihres Namens automatisch auf die Zwölfjährige richten, baut Jendrusch das promt ein – Odysseus schmachtet sie an.
„Es hat mir gefallen, wie es uns einbezogen hat", sagt Helena nach der einstündigen Vorstellung. Auch andere Schüler fanden das klasse, beispielsweise Ammon, der dem Akteur aus seiner Wasserflasche Wein ausschenkte: „Das war cool."

 

Andreas Jendrusch als Odysseus begeisterte die jungen Zuschauer in der Montessori-Schule Freiberg.

Freiberger Presse am 04.02.2012
Foto: Eckardt Mildner
Text: Heike Hubricht

 

 

Philharmoniker stellen Instrumente vor

Vier Holzblasinstrumente hatten die Musiker mitgebracht. Dramaturg Hagen Kunz (l.) fungierte dabei als fachkundiger Begleiter, der mit vielen interessanten Details zu fesseln wusste.

Unterrichtsstunde: Freiberger Schüler gehen auf eine besondere Entdeckungsreise

Eine ganz besondere Unterrichtsstunde erlebten am Montag die Viert- bis Sechstklässler der Freien Gemeinschaftlichen Schule "Maria Montessori" aus Freiberg. Zu Gast waren vier Musiker der Mittelsächsischen Philharmonie, die den Schülern ihre ganz besonderen Instrumente vorstellten. "Warum gehört die Querflöte zu den Holzblasinstrumenten", wollte Hagen Kunze als erstens vom "Auditorium" wissen, das nicht nur seinen Ausführungen sondern auch den gespielten musikalischen Zwischenstücken lauschte. Als Chefdramaturg am Freiberger Theater und als Pädagoge hat er das Projekt der Instrumentenkunde für Schüler selbst mit entwickelt und weiß daher ganz genau, wie man dem Nachwuchs die Musik so spannend wie möglich nahe bringt. Und so erfuhr dieser, dass der Vorläufer der Oboe, nämlich die Knochenflöte, bereits vor mehr als 3000 Jahren gespielt wurde und dass die Klarinette vor etwa 260 Jahren erst Dank Mozarts in ein Orchester aufgenommen wurde. Die Instrumentenkunde für Schüler kann übrigens bei der Mittelsächsischen Philharmonie oder am gleichnamigen Theater gebucht werden. Den Montessori-Schülern jedenfalls, die im vergangenen Schuljahr bereits die Blechblasinstrumente kennen gelernt hatten und beim Rhythmusprojekt mitwirkten, hat dieser Unterricht viel Spaß gemacht.

Freiberger Blick am 21.12.2011
Text und Foto: A. Baselt

 

Musiker stellen Instrumende in der Schule vor

Wie kommt eigentlich der Ton aus einer Klarinette? Auf diese und viele weitere Fragen erhielten gestern die Schüler der Klassen vier bis sechs der Freiberger Montessori-Schule eine Antwort.
Moderator Hagen Kunze (rechts) und Musikerin Anja Bachmann mit ihrer Klarinette berichteten den Kindern viel Wissenswertes. Außerdem stellte Rati Godjikian sein Fagott, Sören Gläser seine Blockflöte und Christian Graf die Oboe vor.
Die Musiker nahmen die Instrumente auch auseinander, um den Mädchen und Jungen anschaulich deren Aufbau zu erklären. Gemeinsam wurde auch musiziert. Am Donnerstag lassen die Schüler das Jahr unter anderem mit einem gemeinsamen Gottesdienst in der katholischen Kirche ausklingen.

Freiberger Presse am 20.12.2011
Foto: Eckardt Mildner

 

Freie Schule öffnet ihre Türen am 19. November

Die FGS „Maria Montessori“ präsentiert sich im neuen Schulgebäude

Freiberg (AB). Die Freie Gemeinschaftliche Schule „Maria Montessori“ lädt am 19. November zum ersten „Tag der offenen Tür“ in das neue Schulgebäude an der Tschaikowskistraße 4 ein. Von 10 bis 14 Uhr können die Besucher einen Einblick in den Schulalltag der Jahrgänge 1 bis 11 gewinnen, sich mit Schülerinnen und Schülern, Lehrern, Lernbegleitern und Eltern unterhalten und jede Menge Wissenswertes über die reformpädagogische Arbeitsweise der Grund- und weiterführenden Schule erfahren. Außerdem kann man sich im Schulhaus umschauen, das während der Sommerferien durch Trägerverein, Schüler und Eltern umgebaut und neu gestaltet wurde. Es gibt Bastelangebote, Spiele und Experimente und auch für das leibliche Wohl wird gesorgt sein. www.fgs-freiberg.de

 

Auch das ist die FGS: Seit einigen Jahren gibt es an der Schule ein Racing-Team, das mit selbst gebauten „Seifenkisten" schon bei verschiedenen Rennen erfolgreich an den Start gegangen ist.

Freiberger Blick am 16.11.2011
Text und Foto: A. Baselt

 

 

Mit einem Schulfest wurde der Einzug aller Jahrgänge in das neue Gebäude gefeiert

Sind seit diesem Schuljahr alle unter einem Dach – die Erst- bis Elftklässler der Freien Gemeinschaftlichen Schule „Maria Montessori“ aus Freiberg.

Hier lernen alle unter einem Dach

Freiberg (AB). Mit einem Schulfest haben am Sonnabend Schüler, Eltern, Schulleitung und Trägerverein der Freien Gemeinschaftlichen Schule „Maria Montessori“ den Einzug aller Jahrgänge 1 bis 11 in das Gebäude an der Tschaikowskistraße gefeiert. Mit großen Engagement wurden während der Sommerferien viele Räume sowie die Sanitäranlagen in dem ehemaligen Rülein-Gymnasium saniert und neu gestaltet, wobei Verein, Elternschaft und Schüler zusammen mit ausführenden Baufirmen Hand in Hand arbeiteten. Das Schulfest mit Live-Musik, sportlichen und künstlerischen Aktionen sowie einem riesigen Büffet war daher auch als Dankeschön für alle fleißigen Helfer gedacht, die es innerhalb kürzester Zeit geschafft haben, die vorher räumlich getrennt unterrichteten Jahrgänge (in der Bernhard-Kellermann-Straße und in der Carl-Böhme-Schule) nun alle unter einem Dach zusammenzuführen. Die nächste Aktion der FGS ist übrigens auch schon geplant. Am Sonntag wird es zum Weltkindertag einen Stand im Albertpark geben, an dem Mann Rasseln u.a. basteln kann.

Freiberger Blick am 14.09.2011
Text und Foto: Anett Baselt

 

Mit dem Agenda-Verein gehen Wünsche in Erfüllung

Make up für ein altes Schulgebäude

Freiberg (AB). Ein Projekt des Freiberger Agenda 21 e.V. hat in den letzten Tagen Gestalt angenommen. Das Schulgebäude des ehemaligen Rülein-Gymnasiums am Wasserberg bekam teilweise einen neuen Sockelanstrich. „Seit März läuft bei uns das Programm ‚Ein Wunsch geht in Erfüllung’ und diese Verschönerungsmaßnahme passte da wunderbar“, war von Projektkoordinatorin Kristin Walter zu erfahren, die auch gleich den Hintergrund der Aktion erklärte. „Bei den geförderten Projekten soll es nicht nur um den dauerhaften Nutzen der Maßnahme gehen sondern vor allem um das Engagement von Schülern und Jugendlichen, die hier selbst mit anpacken.“
Für das Freiberger Gebäude beantragte die Freie Gemeinschaftliche Schule „Maria Montessori“ die Förderung. Sie wird ab dem neuen Schuljahr mit allen elf Jahrgängen, darunter drei Abiturienten und 35 Schulanfänger, in das Gebäude einziehen. Schüler schwangen eine Wochen lang Pinsel und Malerrolle und erhielten dabei von der Freiberger Malerfirma Sypniewski fachliche Unterstützung. „Die Zusammenarbeit mit einheimischen Firmen ist uns sehr wichtig“, so Kristin Walter weiter. „Von den Fachleuten erhalten die Jugendlichen nicht nur eine ordentliche Anleitung sondern auch den Einblick in verschiedenen Handwerksberufe.“ Die Unternehmen erhalten dafür eine kleine Aufwandsentschädigung, die neben der Übernahme von Materialkosten in der Projektförderung vorgesehen ist. Ein weiteres mittelsächsisches Projekt des Programms, das vom Fond „Stärken vor Ort“ unterstützt wird, lief bereits in Döbeln (Jugendclub „Treibhaus“), andere sind noch in Freiberg geplant.

 

Tom Gust (hinten) und Franz Knopfe werden mit ihren Schulkameraden in das Gebäude einziehen.

Freiberger Blick am 20.07.2011
Text und Foto: Anett Baselt


In Schulen und Kindereinrichtungen stapeln sich Kartons

Mit einem groß angelegten Umzug hat in einigen Schulen und Kindereinrichtungen in Freiberg die Ferienzeit begonnen.

Freiberg – Etwa 500 Kinder und Jugendliche, dazu Lehrer, Erzieher und viele Eltern sind am Packen.
Doch obwohl gerade die lang ersehnten Sommerferien begonnen haben, sind es keine Urlaubskoffer, sondern Umzugskartons.

Drei Freiberger Bildungseinrichtungen sowie zwei Kindertagesstätten bekommen mit dem Start des Schuljahres 2011/2012 ein neues Domizil.
Den größten Arbeitsumfang hat dabei wohl die Freie Gemeinschaftliche Schule „Maria Montessori“ zu bewältigen. Hier ziehen elf Jahrgänge, darunter auch 35 Schulanfänger und drei Abiturienten, in das Gebäude des ehemaligen Rühlein-Gymnasiums an der Tschaikowskistraße ein. „Unsere Schule hat insgesamt 500 Kartons geordert“, erklärt Benita Erler. Als eine der Elternvertreterinnen gehört sie zu den Koordinatoren der Umzugsaktion und weiß um den eng gesteckten Zeitrahmen. „Als erstes müssen wir unsere Räumlichkeiten der Mittel- und Obergruppen im Gebäude der Karl-Böhme-Grundschule beräumen, denn hier sollen ja die Kinder der Lese- und Rechtschreibklassen aus der Zuger Grundschule untergebracht werden. "Die Kinder der Untergruppe, die ihr Gebäude an der Bernhard-Kellermann-Straße verlassen werden, haben bereits in den vergangenen Tagen fleißig Kartons eingepackt und beschriftet. Und damit am neuen Standort dann jeder Karton wieder das richtige Gruppenzimmer findet, wurden diese bereits mit zukünftiger Zimmernummer und einer Inhaltsangabe versehen.

Auch die Zuger Schülerinnen und Schüler haben mit dem Einpacken ihrer Lernmaterialien begonnen. Für sie heißt es Abschied nehmen von ihrem alten Schulgebäude, denn das neue Haus am Seilerberg wartet bereits. „Für unsere Kinder ist es ein Umzug mit sehr viel Wehmut“, verrät Hortleiterin Katrin Hofmann. „Aber bei vielen überwiegt doch die Vorfreude auf die zukünftigen Schulkameraden und das schöne Gebäude.“ In letzteres ziehen auch die Grundschüler der Karl-Günzel-Schule, die während der Bauphase vorübergehend ihr Domizil im Rühlein-Gebäude gefunden hatten. Auch die Kinder vom Hort „Kinderland“ der Grundschule „Clemens Winkler“ wechseln das Domizil. Sie ziehen Ende Juli in ihr neues Haus am Franz-Kögler-Ring, das sie mit den Förderschülern der Ganztagesbetreuung aus der Käthe-Kollwitz-Schule sowie je 24 Krippen- und Kindergartenkindern teilen werden. „Der gesamte Umzug ist eine große Aufgabe“, schätzt Flavia-Annabell Sabbat, die Leiterin des Hortes, der vom Christlichen Jugenddorfwerkes (CJD) getragen wird, ein. „Aber wir sind sicher, dass aufgrund der guten Zusammenarbeit mit allen Beteiligten am Ende alles glatt verlaufen wird.“ gibt sie sich optimistisch.

Foto: Sie sind fleißig am Packen, die Erst- bis Drittklässler der Freiberger Schule „Maria Montessori“. Sie ziehen in das ehemalige Rühleingymnasium.

Freie Presse am 12.07.2011
Foto und Text: Anett Baselt

 

 

Großer Scheck für die Opfer

Montessori-Schüler sammeln für Japan

Freiberg – Genau 839 Euro und drei Cent haben die Mädchen und Jungen der Freien Gemeinschaftlichen Schule „Maria Montessori" aus Freiberg jetzt dem Bündnis „Aktion Deutschland hilft" für die Opfer des Erdbebens in Japan übergeben.
Das Geld sammelten sie im April bei zwei Basaren, auf denen sie in der Neuen Mensa der TU Bergakademie Freiberg und auf dem Untermarkt selbst gebastelte Grußpostkarten, Untersetzer, Fensterschmuck und andere Dinge verkauften.
In dieser Woche übergaben sie schließlich einen großen Scheck an Stefanie Gersdorf, die als Mitarbeiterin der Organisation „Arche Nova" stellvertretend für das Bündnis aus Dresden anreiste.

Geld für Weisenhaus

„Ihr habt das ganz toll gemacht und bei uns einen großen Eindruck hinterlassen", zeigte sich die junge Frau begeistert. Mit einem kleinen Programm, einer Bildschirm- und Plakatpräsentation sowie einer Japan-Box, die beispielhaft für den Basar einige der selbst gefertigten Dinge enthielt, zeigten die Kinder, wie sie ihr Engagement für die Erdbeben- und Tsunami-Opfer umsetzten.
Eine Frage beschäftigte die Sieben- bis Elfjährigen aber ganz besonders: Was passiert denn mit dem Geld? Stefanie Gersdorf erklärte, dass ein Teil der Spenden für den Neubau eines Waisenhauses eingesetzt wird, denn viele Mädchen und Jungen haben durch die Katastrophe ihre Eltern verloren. Ein weiterer Teil des Geldes wird in die Anschaffung und Verteilung von Rucksäcken gesteckt, die Schulmaterial für alle Altersgruppen enthalten. „Denn schließlich", erklärte die Arche-Nova-Mitarbeiterin, „wisst ihr ja ganz genau, wie wichtig die Schule für einen normalen Tagesablauf ist. Und für Japans Kinder erst recht."

Freie Presse am 11.06.2011
(ABAS)

 

 

Schulkonzept findet Zuspruch

Die Montessori-Schule öffnete am Samstag für Besucher. Viele fragten nach der Möglichkeit, innerhalb von drei Jahren zum Abitur zu gelangen.

FREIBERG - Rund 120 Neugierige informierten sich am Samstag zum Tag der offenen Tür über das Angebot der Freien Gemeinschaftlichen Schule "Maria Montessori" in Freiberg. Eltern mit Schulanfängern sowie Quereinsteigern aus fünften, achten und zehnten Klassen nutzen die Gelegenheit, in den beiden Gebäuden der Montessori-Schule einen Einblick in das Schulleben zu erhaschen.

"Kontinuierlich bis zum Schluss begrüßten wir Besucher. Wir sind zufrieden", fasste Schulleiterin Iris Fritsche den Tag zusammen. Gezielt fragten die Besucher auch nach der neuen Oberstufe, die es ab kommendem Schuljahr geben soll. Erstmals  wird dann an der Schule ein Abiturjahrgang in drei Jahren auf die Hochschulreife vorbereitet. "Einige wussten noch gar nicht, dass wir bald einen Abiturjahrgang haben.
Dass wir das Abitur in drei Jahren anbieten, wurde von vielen begrüßt", resümierte Iris Fritsche. "Mein Sohn ist jetzt in der zehnten Klasse einer staatlichen Mittelschule und weiß noch nicht, wie es dann weitergehen soll. Es wäre eine Option, dass er sein Abitur an der Montessori-Schule   macht. Er braucht etwas mehr Zeit beim Lernen als andere. Hier könnte er in Ruhe lernen", berichtete Klaus Schultheiß aus Brand-Erbisdorf, der sich an der Einrichtung umsah.

Michael Nimmrichter lernt zurzeit in der zehnten Klasse der Montessori-Schule und steht vor den Prüfungen für seinen Realschulabschluss. "Ich würde gern das Abi danach machen. Ich finde es nicht schlecht, dass wir drei Jahre Zeit haben. So bleibt mehr Zeit für Projekte oder einen Auslandsaufenthalt", äußerte sich der 15-Jährige, der am Samstag interessierte Eltern mit ihren Kindern durch das Obergeschoss der Schule in der Friedeburger Straße führte. Dort werden die Jahrgänge vier bis zehn unterrichtet. Familie Gyovai ließ sich von dem Zehntklässler alles zeigen. "Unser Sohn war bisher auf einer staatlichen Schule. Er kommt in die fünfte Klasse, und wir wollen uns informieren, was es in Freiberg für Schulen gibt. Bei der Entscheidung wird auch eine Rolle spielen, dass man hier Abitur in drei Jahren machen kann", sagte Doreen Gyovai. Für Steven Merkel, dessen Sohn ebenfalls in die fünfte Klasse kommt, ist das grundlegende Konzept der Schule wichtiger: "Entscheiden wir uns für eines, dann ist egal, ob das Abitur in 12 oder 13 Jahren gemacht wird."

Ingo Müller Vorstandsvorsitzender des Christlichen Schulvereins Freiberg, des Trägervereins der freien Schule, erklärt: "Wir haben im Vorstand lange überlegt, ob wir diesen Weg gehen. Aber der Vorteil für die Schüler rechtfertigt den finanziellen Aufwand."

Freie Presse am 17.01.2011
Text: Maria Lotze    Foto: Klaus Ebert

 

 

"Abitur in drei Jahren ist eine Chance"

Die Montessorischule Freiberg bietet das Abitur nach 13 Jahren an. Zum Tag der offenen Tür am Samstag wird auch darüber informiert.

Freiberg – Im Schuljahr 2011/12 startet in der Freien Gemeinschaftlichen Schule "Maria Montessori" in Freiberg der erste Abiturjahrgang.

Die Besonderheit: Die Schüler werden in drei Jahren, nicht wie in Sachsen üblich in zwei, auf ihre Prüfungen vorbereitet. "Als freie Schule haben wir die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, ob wir zwölf oder 13 Jahre anbieten", erklärt Schulleiterin Iris Fritsche. Eine besondere Genehmigung war nicht nötig, denn: "durch die Erweiterung wird das Zielkonzept der Einrichtung nicht verändert, eher verstärkt und erweitert", betont Fritsche. Allerdings gibt es für das zusätzliche Schuljahr keine Förderung vom Land. Der Träger der Montessorischule, der Christliche Schulverein Freiberg, muss das Jahr allein finanzieren.

Seit der Gründung gehört der Abiturjahrgang zum Konzept. Ursprünglich waren nur zwei Jahre für die Abschlussgruppe vorgesehen, doch: "Beim Abi in zwei Jahren haben wir einen reformpädagogischen Bruch", begründet die Schulleiterin die Erweiterung.

Die Montessorischule zeichne sich dadurch aus, dass sie neben dem Lehrplan Raum für individuelles Lernen, themenübergreifende Projekte und Studien- und Berufsorientierung lässt.  "Nur bei drei Jahren haben wie die Chance, dieses Mehr auch in der Abschlussgruppe anzubieten", erklärte Fritsche.

Drei neue Lehrer müssen für die Abiturienten eingestellt werden. In der Einrichtung werden die Schüler nicht in Klassenstufen, sondern in altersgemischten Stammgruppen unterrichtet. Dies wird auch beim Abschlussjahrgang in den nächsten Jahren so sein, denn die Mädchen und Jungen der 11, 12 und 13 werden zusammen unterrichtet. Das Abitur können nicht nur bisherige Schüler der Einrichtung ablegen, sondern auch die, die bisher an einer staatlichen Mittelschule oder einem Gymnasium lernten. "Das Abi in drei Jahren ist eine Chance im Vergleich zum Leistungsdruck an staatlichen Schulen", betonte Fritsche.

"Den Eltern bietet sich dadurch eine zusätzliche Wahlmöglichkeit. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile", sagte Sven Krüger, Verwaltungs- und Finanzbürgermeister der Stadt.

ZUM TAG DER OFFENEN TÜREN
in der Montessori-Schule sind morgen zwischen 9.30 und 13 Uhr die Räume der Jahrgänge 1-3 in der Bernhard-Kellermann-Straße 20 geöffnet. Dort findet 10 Uhr eine Informationsveranstaltung für alle statt. 10.30 bis 14 Uhr ist die Carl-Böhme-Schule, Friedeburger Straße 17, offen. Am 1. März wird 20 Uhr über das Abitur an der Schule informiert.

Freie Presse am 14.01.2011
Text: Maria Lotze  Foto: Rolf Rudolph

 

 

 

 

Freie Schule öffnet ihre Türen

Das Abi gibt es hier nach 13 Jahren

Freiberg (AB). Die Freie Gemeinschaftliche Schule „Maria Montessori“ öffnet am 15. Januar 2011 für interessierte Schülerinnen und Schüler, Eltern und Großeltern ihre Türen. Von 9.30 Uhr bis 13 Uhr kann man im Gebäude an der Bernhard-Kellermann-Straße einen Einblick in den Schulalltag der Jahrgänge 1 bis 3 gewinnen. Im Obergeschoss der Carl-Böhme-Schule in der Friedeburger Straße wird von 10.30 Uhr bis 14 Uhr die Arbeit der Jahrgänge 4 bis 10 vorgestellt.
Lehrer und Lernbegleiter werden zur reformpädagogischen Arbeitsweise der Grund- und weiterführenden Schule Rede und Antwort stehen, es gibt Bastelangebote, Spiele und Experimente und auch für das leibliche Wohl wird gesorgt sein.

Interessante Neuigkeiten gibt es für die Oberstufe. „Auf unserer letzten Mitgliederversammlung wurde beschlossen, den Schülern für die Vorbereitung zum Abitur künftig ein Jahr mehr Zeit zu geben“, erklärt Ingo Müller, Vereinsvorsitzender vom Christlichen Schulverein Freiberg e.V., der als Träger die Schule betreibt.
Und so werden die Abiturienten jetzt 13 Jahre lang die Schulbank drücken. Von den Eltern und dem pädagogischen Team wurde die Entscheidung begrüßt.
Erste Informationen hierzu wird es zum „Tag der offenen Tür“ bereits geben. Für den 1. März 2011 ist dann ein offener Abi-Info-Elternabend geplant, an dem das Konzept für die Abiturphase vorgestellt wird.
Weitere Informationen unter www.fgs-freiberg.de

Auch das gehört zum Schulalltag an der Freien Gemeinschaftlichen Schule "Maria Montessori": Kinder aus mehreren Jahrgängen führen gemeinsam das Krippenspiel zur weihnachtlichen Andacht in der Petrikirche auf.

Freiberger Blick am 29.12.2011
Text und Foto: Anett Baselt

 

 

 

Damit es bunt bleibt in Sachsens Schul-Landschaft

Sachsens Freie Schulen bangen gegenwärtig um ihre Zukunft. Die sächsische Landesregierung hat für den Doppel-Haushalt 2011/2012 weniger Geld für die Unterstützung des Schulbetriebes und höhere Neugründungshürden vorgesehen.
Deshalb hat sich das Bündnis "Damit's bunt bleibt - Ja zu Freien Schulen" gegründet, das seit einigen Wochen mit verschiedensten Aktionen auf die Problematik aufmerksam macht. "Wenn die Abgeordneten für den Gesetzentwurf stimmen, dann geht zukünftig definitiv Unterrichtsqualität verloren", machte Ingo Müller letzte Woche auf einer Podiumsdiskussion im Städtischen Festsaal in Freiberg klar.
Und der Vorstandsvorsitzende des Trägervereins der Freien Gemeinschaftlichen Schule "Maria Montessori" Freiberg zeigte ein weiteres Zukunftsszenario auf: "Sozial schwächere Familien erhalten gegenwärtig eine finanzielle Unterstützung, um das Schulgeld für eine Freie Schule zu bezahlen. Fällt dies weg, ist der Zugang für diese Kinder fast unmöglich."
Mittlerweile äußern sich, ähnlich wie auf der Freiberger Podiumsdiskussion, aber immer mehr sächsische Abgeordnete kritisch zum Gesetzentwurf. Wie die Abstimmung endet und damit die Zukunft der Freien Schulen in Sachsen aussieht, das wird erst am 14. bzw. 15. Dezember feststehen.

Freiberger Blick am 03.11.2010
Text und Foto: ANETT BASELT

"Bitte nicht zu Lasten unserer Kinder"

Teilnehmer einer Podiumsdiskussion machen sich für Erhalt der freien Schulen stark - FDP-Politiker vermittelt ihnen wenig Hoffnung

"Nicht zu Lasten unserer Kinder" - darüber hat am Montagabend im Städtischen Festsaal in Freiberg nahezu Einigkeit geherrscht. Die freie gemeinschaftliche Schule "Maria Montessori" aus Freiberg hatte zu einer Podiumsdiskussion eingeladen. Hintergrund waren die angekündigten Kürzungen für die nicht staatlichen Bildungsstätten.
"Wir müssten Einschnitte beim Personal machen, zwei Stellen streichen. Darunter leidet auch die Bildungsqualität", beschrieb Schulleiterin Iris Fritzsche mögliche Folgen.
"Weniger Zuschüsse, höheres Schulgeld, weniger Schüler - es ist eine Spirale, die am Ende zur Schließung der Schule rühren wird", ergänzte Ingo Müller, Vorstandsvorsitzender des Trägervereins der freien Schule.
FDP-Landtagsabgeordneter Benjamin Karabinski hielt entgegen: "Wir haben hohe Schulden, die wir nicht durch neue begleichen wollen. Die Kürzungen sind notwendig." Den derzeitigen Entwurf würden die Liberalen jedoch nicht mittragen. Die bestehenden Schulen seien zu schützen, beteuerte er.
"Es geht nicht ums Geld. Die Mittel, die da sind, reichen für die staatlichen und die freien Schulen. Es ist nur eine politische Entscheidung für oder gegen den Erhalt der freien Schulen", konterte Annekatrin Giegengack, bildungspolitische Sprecherin der Grünen und erntete Applaus aus den gut gefüllten Gästereihen. Die freie Schule ist für Petra Morsbach, Amtsleiterin für Jugend, Bildung und Sport in Freiberg, eine Bereicherung für die Stadt. "Beide Schulformen müssen erhalten werden", stellte sie klar. "Kinder sind das höchste Gut, das wir haben. Bei ihnen dürfen wir nicht sparen. Das Geld ist da. Es ist nur eine Frage der Umverteilung", meldete sich Wolfgang Schramm, Vater von fünf Kindern, zu Wort.
Karabinskis Äußerungen über die bevorstehenden Wochen ließen jedoch wenig Hoffnung zu: "Die Kürzungen werden kommen. In den nächsten zwei Wochen wird wohl der Hammer fallen. Diskutiert wird nur noch über die Höhe", machte er deutlich.
Benita Erler, Eltemvertreterin der Montessori-Schule, hatte für die Debatte Vertreter aus dem sächsischen Landtag, von der Stadtverwaltung Freiberg sowie von der evangelischen und katholischen Kirche als Schulträger eingeladen. Die Aktion fand im Rahmen der Kampagne "Damit's bunt bleibt. Ja zu freien Schulen" statt, die derzeit von der Schulstiftung der evangelisch-lutherischen Landeskirche Sachsen durchgeführt wird.

MARIA LOTZE (Freie Presse, 27.10.10)

 

 

Freiberg hat zugelegt: 269 ABC-Schützen

Mittelsachsen/Freiberg (FPE). Für 2.500 kleine Mittelsachsen begann am Sonnabend die Schulzeit. Allein an den Freiberger Grundschulen erhielten 269 Erstklässler ihre Zuckertüte. "Das sind 30 mehr als im Vorjahr", freute sich Thomas Mieth, Sachgebietsleiter für Bildung der Stadtverwaltung Freiberg. Im gesamten Landkreis gab es gegenüber 2009 allerdings 86 Einschulungen weniger. Die Freie Gemeinschaftliche Schule "Maria Montessori" an der Kellermann-Straße begrüßte 25 neue Schüler. Kinder aus verschiedenen Stammgruppen, mit denen die Schulanfänger seit Montag gemeinsam lernen und spielen, gestalteten für alle Abc–Schützen und die vielen Gäste ein buntes Programm. "In spielerischer Form unternahmen wir eine Reise durch unsere Schule", so Lernbegleiterin Conny Drescher. Auch Henrike und Jonathan (Foto) waren zum Ausflug eingeladen.

Freiberger Blick am 11.08.2010
Foto: Frank Peschel

17 Kinder und Jugendliche der Freien Gemeinschaftlichen Schule "Maria Montessori" Freiberg haben ein Jahr lang am zweistündigen Theaterstück "Krabat" gearbeitet, das heute um 18 Uhr in der Bühne in der Borngasse uraufgeführt wird. Gestern war Generalprobe. Neben dem Theaterspiel gehören dazu auch der Aufbau der Bühne und der Kulissen, Kostüme sowie Licht und Tontechnik.

Freie Presse am 17.06.2010
Foto: Eckardt Mildner

 

 

Aber die Lust am Lernen bleibt

Am vergangenen Sonnabend verabschiedeten dich Schüler, Lehrer und Eltern der ehemaligen "Freien Christlichen Schule" auf dem alljährlichen Sommerfest von ihrem alten Schulnamen. Freie Gemeinschaftliche Schule "Maria Montessori" steht nun am Schulgebäude in der Bernhard-Kellermann-Straße und am Haus der Grundschule "Carl Böhme", in dessen oberster Etage die Oberstufe untergebracht ist. "Es waren Wochen intensiver Diskussionen und die Verabschiedung von unserem alten Schulnamen fiel allen nicht leicht", so Ingo Müller, Vereinsvorsitzender des Christlichen Schulvereins Freiberg e.V., der als Träger die Schule betreibt. Etwa 150 Schüler lernen gegenwärtig hier in altersgemischten Stammgruppen bis zur neuten Klasse. Dass sich für sie am Konzept der Schule nichts ändern wird, bekräftigte Ingo Müller in seiner Ansprache. "In unserer Schule haben die Kinder Lust am Lernen und die Lehrer Lust am Lehren. Damit das so bleibt, bilden unsere reformpädagogischen Methoden und die Vermittlung christliche Werte auch weiterhin den Rahmen unseres Schulkonzeptes."

Luftballons mit alten Namenszug wurden symbolisch auf die Reise geschickt - im Schlepptau den neuen Namen und das Konterfei Maria Montessoris.

BLICK am 16.06.2010
Foto: Anett Baselt

 

 

"Gelbe Blitze" schlugen beim RIU-Maibaumfest ein

Immer am "Vorabend" des 1. Mai wird in der RIU-Seniorenresidenz gefeiert. Das alljährliche Maibaumfest beginnt mit dem Aufstellen des Maibaumes im idyllisch gelegenen Park der Einrichtung. Alle Bewohner konnten dank des wunderschönen Wetters und der Hilfe von Schwestern und Pflegern dabei sein. Dann folgte ein abwechslungsreiches Kulturprogramm der "Gelben Blitze", einer aus den Klassen l bis 3 gemischten Lemgruppe der Freien Christlichen Schule in Freiberg. Sie waren mit ihren Lernbegleiterinnen Katrin Uhlig und Katrin Ulbricht ins Seniorenheim gekommen. Für ihre Gedichte, Lieder, Tänze und Musikstücke erhielten sie viel Beifall. Im Anschluss wurde noch etwas gefeiert, Sonne und blauer Himmel luden förmlich dazu ein.

Wochenspiegel am 05.05.2010

 

 

Schülerprojekt kann pünktlich starten

SolarWorld unterstützt Freie Christliche Schule

Freiberg (FPE). Die Solarworld AG hat den Oster-Gabentisch für die Kinder der Freien Christlichen Schule Freiberg reich gedeckt – insgesamt wechselten acht Solarmodule den Besitzer. "Nun kann die von den Schülern selbst ausgewählte Projektarbeit zum Thema Regenerative Energien Anfang Mai pünktlich starten", freute sich Schulleiterin Iris Fritzsche. Physik- und Informatiklehrer Volker Neuhäuser nannte bereits einige Ziele des Vorhabens: "Es ist wichtig ein Bewusstsein zu erzeugen, dass unsere Umwelt einmalig, sehr verwundbar und für den Menschen von existenzieller Bedeutung ist. Dabei kommt den Solarelementen große Bedeutung zu". Des Weiteren soll anschaulich die Leistungsstärke der Module gezeigt werden. "Unser Unternehmen wird das Projekt begleiten - zum Beispiel sind Betriebsbesichtigungen geplant", erklärte Claudia Hanisch, die bei der Deutschen Solar für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Nicht minder groß war bei den Schulkindern die Freude über ein weiteres Geschenk: Durch den Bezug des neuen Forschungs- und Innovationszentrums an der Berthelsdorfer Straße setzte die Solarworld AG allerhand gebrauchte, aber gut erhaltene Möbelstücke wie Vitrinen, Schränke und Regale frei - drei LKW-Ladungen kamen zusammen. Die Möbel ergänzen nun die Ausstattungen der Schule.

FPE / BLICK am 07.04.2010

 

Verkaufsbasar auf dem Obermarkt

Christliche Schule sammelt für Haiti

Marika hatte die Idee für die Spendenaktion.

Freiberg. Die Freie Christliche Schule hat gestern mit einem Verkaufsbasar neben dem Freiberger Rathaus Geld für die Erdbebenopfer in Haiti gesammelt.
„Die siebenjährige Marika hatte die Idee, dem Land zu helfen, und wir haben zusammen überlegt, was wir machen können", sagte Katrin Ulbricht von der Einrichtung. Die Kinder bastelten viel Österliches. Gestern wurde es zum Verkauf angeboten. Am Ende der Aktion war die Spendenkasse mit insgesamt 180 Euro gefüllt. Das Geld soll über das DRK zu den Betroffenen gelangen.

Freie Presse am 31.03.2010 / R. RUDOLPH

 

Große Hilfe für eigene Projekte

Solarworld unterstützt die Freie Christliche Schule


Freiberg. Die Kinder der Freien Christlichen Schule Freiberg können in den nächsten Wochen einige ganz spezielle Projekte in Angriff nehmen. Von der Solarworld AG bekamen sie acht Solarmodule überreicht, mit denen sie sich nun dem Thema "Regenerative Energien" widmen werden. Die Module sollen dabei von den Kindern so genutzt werden, wie sie selbst es als beste Lösung betrachten.

"Wir haben noch keine Ideen, was genau wir machen werden", sagt Schulleiterin Iris Fritzsche. Doch das ist nicht etwa so, weil die Einrichtung von den Spenden überrascht wurde. Vielmehr sollen die Kinder in den ersten Tagen nach den Osterferien zusammen beraten, welche Projekte sie angehen, um sich dem Thema der erneuerbaren Energien zu nähern und mehr darüber zu lernen. Denkbar wären da zum Beispiel die Versorgung einer kleinen Lichtanlage mit Strom oder ähnliches.

"Wir beginnen gerade damit, eine Kooperation mit der Solarworld aufzubauen", erläutert Iris Fritzsche. "Die Firma wird das Projekt auch in Zukunft begleiten." So sind Ausflüge in das Werk geplant, bei denen die Entstehung von Solarmodulen erlebt und die Forschungsabteilung besucht werden können. Dies alles soll Teil eines von vielen Vorhaben sein, die an der Freien Christlichen Schule ab Mai gestaltet werden. Für den Inhalt sind dabei die Schüler verantwortlich, die Lehrer helfen. Und das alles an neuen Tischen - denn auch ganz viele Möbel hat der neue Schulpartner Solarworld, zur Freude der Kinder gespendet.
THOMAS REIBETANZ / Freie Presse am 01.04.2010

Christlicher Schulverein gewinnt Rechtsstreit

Freistaat muss neue Genehmigung erstellen - Verein will zwölfklassige Schule unter einem Dach

Chemnitz/Freiberg. Im Rechtsstreit um die Erteilung einer Ersatzschulgenehmigung kann der Christliche Schulverein Freiberg einen ersten Erfolg verbuchen. Das Verwaltungsgericht Chemnitz hat entschieden, dass die Ablehnung des Antrages durch den Freistaat Sachsen nicht rechtskräftig ist. Die zuständige Behörde muss einen neuen Bescheid erstellen, der dem Anliegen des Schulvereines entspricht.

Durch gemeinsam zu erarbeitende Bestimmungen soll zum Beispiel gesichert werden, dass es der Inhalt der Lehrpläne möglich macht, die Ziele staatlicher Schulen, insbesondere das Erreichen der Hochschulreife, zu verwirklichen. Eine Berufung gegen das Urteil wurde für zulässig erklärt. Wie der Sprecher des Verwaltungsgerichtes sagte, ist zu erwarten, dass der Freistaat diese Möglichkeit nutzen wird, um in zweiter Instanz ein Urteil des Sächsischen Oberverwaltungsgerichtes zu erwirken.

Der Christliche Schulverein wollte mit seiner Klage erreichen, dass ihm die Genehmigung erteilt wird, eine Schule zu betreiben, die die Klassenstufen von 1 bis 12 umfasst und damit eine Schularten übergreifende Einheit bildet. Eine solche Schule soll die staatlichen Einrichtungen ersetzen können. Die seit über zehn Jahren bestehende Freie Christliche Schule Freiberg unterscheidet sich von staatlichen Schulen unter anderem dadurch, dass die Schüler nicht in Klassenverbänden, sondern in Stammgruppen lernen, die jeweils drei Klassenstufen umfassen.

Mitarbeiter der Bildungsagentur des Freistaates sahen die Gleichwertigkeit gegenüber staatlichen Schulen vor allem deshalb als nicht gegeben an, weil das Sächsischen Schulgesetz einen einheitliche zwölklassige Schulform nicht vorsieht. Auch der übergreifende Stammgruppenunterricht sein im Schulgesetz nicht verankert. Die Gleichwertigkeit verlange gleiche Ziele, aber nicht gleiche Wege, befand der Anwalt des Schulvereins. Mit seinem Urteil schloss sich das Gericht dem an.

Joachim Heymer / Freie Presse am 08.02.2010

 

Schüler kümmern sich um ihre Bildungseinrichtung

Platzproblem in Christlicher Schule wird gemeinsam angegangen.

Freiberg. Etwa 20 Schüler aus den Klassen Sieben bis Neun der Freien Christlichen Schule wollen sich künftig intensiver um die Zukunft ihrer Bildungsstätte bemühen. Hauptproblem ist, dass ihre Schule derzeit aus allen Nähten platzt.

Die rund 150 Schüler werden in der Kellermannschule und in der Böhmegrundschule in Friedeburg unterrichtet. Gemäß der Montessoriausbildung soll bei den Jugendlichen die aktive Teilnahme an der Gesellschaft gefördert werden. Deshalb wurden verschiedene Initiativen ins Leben gerufen. So haben sich die Schüler Claudia Rieß und Michael Nimmrichter Gedanken über die Vergrößerung der Einrichtung gemacht. „Wir sehen da zunächst die Möglichkeit eines Anbaus an der Böhmeschule. Der sollte einen. Umfang von vier Etagen haben, wobei sich im Erdgeschoss die Gruppenräume, im ersten Stock die Fachräume für Chemie, Biologie und Musik, im zweiten Stock die Horträume und unter einem Glasdach die Aula befinden könnten", erklärt Michael, der auch die Schule im Kinderparlament der Stadt Freiberg vertritt. Eine weitere Alternative wäre ein anderes Gebäude in der Stadt. Dazu fanden bereits Gespräche mit der Stadtverwaltung statt. Diese hat zugesagt, dass die Freie Schule im Schulnetzplan berücksichtigt wird.

Der 14-jährige Edwin Kroke unterstützt mit seiner Gruppe, zu der fünf weitere Schüler gehören, das Vorhaben durch Werbeaktionen. So wurde bereits ein A3-Plakat fertiggestellt, auf dem sich die Einrichtung vorstellt und ihr Anliegen
deutlich macht. Und auch Tom Gust trägt seinen Teil bei. Er wird am 9. Dezember um 15 Uhr zum Weihnachtsmarkt auf der Bühne am Obermarkt auftreten und damit auch die Schule ins Gespräch bringen.


Peter Hertel / Freie Presse am 02.12.2009

Die Eltern bestimmen mit

Mehr als 100 Besucher beim Tag der offenen Tür in der Freien Christlichen Schule

Mehr als 100 Eltern haben sich am Sonnabend in der Freien Christlichen Schule in Freiberg umgeschaut. Die Grundschule befindet sich an der Bernhard-Kellermann-Straße und das Gymnasium in den Räumen der Friedeburger Böhmeschule. Getragen wird sie von  einem  Elternverein  mit 70 Mitgliedern.

„Der Begriff Elternschule ist gar nicht so abwegig, denn unsere Eltern können nicht nur helfen, den Schulablauf zu gestalten, sondern auch mitbestimmen", erklärte Schulleiterin Iris Pritsche. Die Gäste interessierten sich vor allem dafür, wie man den Kindern Zeit für Freiarbeit lässt und dennoch den Stoff schafft. In den Klassenräumen waren Unterrichtsmaterialien ausgestellt. Die Besucher konnten sich zudem praktische Arbeitsergebnisse wie Tonskulpturen, Bilder und Dokumentationen anschauen. „Selbst entscheiden zu dürfen, motiviert die Kinder stark. Sie können dadurch in ihren Freiarbeitsstunden viel ausprobieren", berichtete Simone Lauschke, Lehrerin für Deutsch und Geschichte. Sie empfindet ihre Arbeit an der Schule als sehr angenehm, da es viel Zeit für individuelle Beschäftigung mit den Schülern gebe. „Für die Kinder ab der siebenten Klasse wurde die Freiarbeit in Methodentraining umgewandelt, da dies den Kursunterricht entlastet und die Mädchen und Jungen zu intensiverem Lernen bewegt", so Simone Lauschke.

Kerstin Dornich möchte ihre, Tochter ab kommendem Jahr in die Freie Christliche Schule schicken. „Das Konzept passt, den Kindern wird eine soziale Lebenskompetenz vermittelt, und sie werden von Anfang an mit verschiedenen Mitteln auf das Leben vorbereitet", begründete sie. Auch Karl-Otto Zeißler schaute sich die Einrichtung näher an. Sohn David besucht derzeit die vierte Klasse einer Grundschule. „Ich empfinde einen Wechsel in die Mittelschule oder das Gymnasium in der fünften Klasse als viel zu früh. Wir überlegen, ob David nächstes Jahr in die Freie Christliche Schule geht", erklärte Zeißler.

Leonard Kaden ist bereits Schüler der freien Schule. Er geht in die fünfte Klasse. „Ich gehöre zur Stammgruppe der roten Füchse", berichtete er stolz. Es sei übrigens nicht so, dass man in der Freiarbeit machen könne, was man wolle. „Da passen die Lehrer schon auf, dass richtig gelernt wird. Bei uns wird das mit Smilies belohnt", erklärte Leonhard.

 

Zahlen und Fakten

  • In der Freien Christliche Schule in Freiberg werden gegenwärtig 150 Schüler von 16 festangestellten Lehrern und sieben Lernbegleitern, die Sozialpädagoge oder Erzieher sind, betreut. Hinzu kommen Honorarlehrer. Die Grundschüler lernen dabei an der Kellermannstraße, ab der Klassenstufe 4 erfolgt der Unterricht in einer Etage der Böhmeschule in Friedeburg.
  • Die Schule beginnt am Morgen bei den Kleineren mit der Freiarbeit. Dabei suchen sich die Schüler selbst Inhalte, die dem Lehrplan entsprechen, und versuchen in Absprache mit den Lehrern, gemeinsam Lösungen zu finden. Dafür gibt es Material und Anregungen in den fachbezogenen Regalen. „Die Kinder suchen sich die Materialien heraus und dokumentieren ihren Übungsfortschritt oder aufgetretene Probleme im Lerntagebuch", erklärt die Schulleiterin Iris Fritzsche. Das funktioniere wie in einer natürlichen Lebensgemeinschaft, beispielsweise bei einer Mehrgenerationenfamilie. „Kommt mal ein Schüler als Seiteneinsteiger zu uns, dann gibt es zunächst ein großes Staunen, bis er verstanden hat, wie es funktioniert", weiß die Schulleiterin. An ihrer Schule werde die Pädagogik von Maria Montessori (1870 bis 1952) angewandt, deren Grundsatz „Hilf mir, es selbst zu tun" laute.
  • Der Unterricht läuft als Ganztagsschule von 7 bis 16 Uhr in Stammgruppen, die jeweils drei Klassenstufen einschließen. Bei den Jüngsten im Alter von sechs bis neun Jahren gibt es drei Gruppen mit je 25 Schülern. Diese nennen sich blaue Planeten, gelbe Blitze und orange Eichhörnchen. Zu jeder Gruppe gehören ein Lernbegleiter und ein Lehrer. Die Zehn- bis Zwölfjährigen nennen sich rote Füchse und türkise Ozeaner und sind in zwei Stammgruppen zusammengefasst. In der Obergruppe gibt es momentan nur eine Stammgruppe: die grünen Skorpione mit 25 Schülern der Klassenstufe 7 bis 9.
  • Ab nächstem Schuljahr existiert auch eine Klasse 10, in der die Schüler einen Realschulabschluss erwerben und danach weiter bis zum Abitur lernen können. Für den Gymnasialabschluss gelten die gleichen Anforderungen wie in allen anderen Gymnasien.
  • Der Unterricht kostet im Monat 136 Euro. Der Betrag setzt sich aus 72 Euro Schulgeld und den Kosten für die Hort- und Freizeitbetreuung sowie für Schulmaterial zusammen. „Für sozial schwache Familien bieten wir eine Mischfinanzierung an, sodass die Schule kein Privileg für Besserverdienende ist", erklärt Iris Fritzsche.
  • Bereits zur Gründung des Gymnasiums 2004 haben sich die Eltern für die Fremdsprache Spanisch entschieden, deshalb wünscht man sich auch eine Partnerschule im Spanisch sprechenden Ausland. Die Freie Christliche Schule entstand auf Initiative des 1996 durch sieben Eltern aus dem im Freiberger evangelischen Kindergarten gegründeten christlichen Schulverein. Grundschule und Gymnasium besitzen eine staatliche Genehmigung.

Peter Hertel / Freie Presse am 18.01.2010

 

Miteinander leben und lernen

Am Sonnabend herrschte in den Bildungsstätten der Freien Christlichen Schule Freiberg ein reges Treiben. Hunderte Interessierte nutzten den „Tag der offenen Tür", um sich über das pädagogische Konzept der Lehreinrichtung zu informieren. Sowohl im Gebäude der Grundschule an der Bemhard-KeUeimann-Straße 20 sowie im Gymnasium an der Friedeburger Straße 7, stellten sich Pädagogen den bohrenden Fragen der Besucher. Unterstützung erhielt das Lehrpersonal von zahlreichen Helfern aus den Reihen der Schuler, die ihr Leben und Lernen an der Schule hautnah aufzeigten.
So stellten Jakob, Undine, Elias, Maximilian und Lucius das Würfelspiel „Leporello" vor. (Foto) Erzieherin Cornelia Drescher erklärte dazu: „Hier sind die Kinder in spielerischer Form der Sprache und der Wortbildung auf der Spur".

 Peschel / Blick am 20.01.2010

 

 

Wünsche steigen in den Himmel auf

Mehr als 140 Mädchen und Jungen sind gestern zur Eröffnung ihrer Festwoche "10 Jahre Freie Christliche Schule" auf den Freiberger Obermarkt gekommen, um Luftballons in den Himmel steigen zu lassen. "Die Kinder haben Postkarten mit ihren Wünschen für die Schule an die Ballons gebunden und möchten wissen, wo sie gelandet sind", sagte Schulleiterin Iris Frizsche. In dieser Woche werden die Schüler und Lehrer ihr Schulfest vorbereiten und sich mit der Geschichte der Einrichtung befassen. Morgen sind ehemalige Schüler eingeladen und am Donnerstag machen Gruppen aus jeweils drei Klassenstufen Ausflüge in andere Städte. Für Freitag ist ein Festempfang geplant. Ein großes Schulfest steigt am Sonnabend in der Einrichtung an der Kellermannstraße. (RD)

Foto: Rolf Rudolph / Freie Presse am 16.06.2009

 

 

Maibaumsetzen bei RIU

Die Sonne strahlte, als am vergangenen Donnerstag im RIU- Seniorenwohnpark in Freiberg das traditionelle Maifest stattfand.

 

Alle Bewohner hatten sich dazu im idyllischen Park der Seniorenanlage eingefunden. Nach  einer  kurzen Begrüßung durch den Chef Joseph Eisenschenk boten die "Gelben Blitze" der Freien Christlichen Schule den Senioren ein wunderschönes, vielseitiges und unterhaltsames Kulturprogramm.
Dann der Höhepunkt: zu bayrischer Musik und unter Beifall aller wurde der Maibaum gesetzt.
Danach wurde gefeiert, viel erzählt und viel gelacht. An dieser Stelle der Geschäftsführung, allen Organisatoren und dem gesamten Pflegepersonal ein großes Dankeschön für die vergnüglichen Stunden, die sie den Senioren mit diesem Maifest bereiteten.

 

Gerd Weber / Wochenspiegel am 06.05.2009

 

 

Von Essen im Kerzenschein bis zum Sternwartenbesuch

Freie Christliche Schule hat Projekt "Licht und Schatten" beendet

Freiberg. "Licht und Schatten" haben in der Vorweihnachtszeit für die Mädchen und Jungen der Freien Christlichen Schule in Freiberg eine wichtige Rolle gespielt. In einem dreiwöchigen Projekt haben sich die Schüler mit diesen beiden gegensätzlichen Dingen beschäftigt. Beteiligt waren die Klassen 1 bis 8 aus den Einrichtungen in der Kellermannstraße und dem Schulteil in der Böhmeschule. "Eine Gruppe von Lehrern hat das Projekt vorbereitet und für das Licht sowie den Schatten jeweils Experimentierkisten zusammengestellt", erläutert die Leiterin des Schulteils Kellermannstraße, Iris Fritzsche.

In der Freien Christlichen Schule lernen insgesamt knapp 150 Mädchen und Jungen in Gruppen mit Kindern aus mehreren Klassenstufen. Die Einrichtung wird als Ganztagsschule geführt, wobei Schule und Freizeitbereich in einander fließen. Nach dem Realschulabschluss besteht für die Mädchen und Jungen mit guten Leistungen die Möglichkeit, in der Freien Christlichen Schule auch das Abitur zu erlangen.

Das Projekt "Licht und Schatten" erstreckte sich über alle Fächer. Die jüngeren Schüler lernten zuerst, was Licht und Schatten sind, wobei Schattenspiele für Unterhaltung sorgten. Es galt Schattenrisse zu zeichnen, und mit Licht an die Wand geworfene Bilder wurden täglich besprochen. Die Eltern hatten im Vorfeld für die Kinder Kerzenhalter gebastelt. Selbst beim Mittagessen spielte das Thema eine Rolle, denn gegessen wurde im Kerzenschein.

Die älteren Schüler befassten sich unter anderem mit der Reflexion und Brechung von Licht. Höhepunkte waren für die Klassen 1 bis 5 der Besuch der Sternwarte Radeberg und für die Klassen 6 bis 8 ein Experimentiertag an der TU Chemnitz.

An zwei Tagen war die Schule für Besucher geöffnet, wobei unter anderem auch Schwarzlichttheater vorgeführt wurde. Den Abschluss der Projektwochen bildete ein Lampion- und Fackelumzug zur Petrikirche mit Andacht.

Rolf Rudolph / Freie Presse am 20.12.2008

 

 

An dieser Schule ist einiges anders

Freie Christliche Schule feiert ihr zehnjähriges Jubiläum

Sie haben keine Klassen, sondern  Stammgruppen,  keine Schulstunden, sondern Kurse und Freiarbeit, keinen Rektor, sondern ein Schulleitungsteam - in der Freien Christlichen Schule in Freiberg ist so einiges anders, als an "normalen" Häusern. Trotzdem erlangen die Kinder reguläre Schulabschlüsse. Und das seit zehn Jahren.

"Im nächsten Frühjahr veranstalten wir eine Festwoche zu unserem Jubiläum. Wir können schon zeigen, dass wir zehn Jahre lang gute Arbeit geleistet haben", sagt Iris Fritzsche mit einem Anflug von Stolz. Sie ist eine von fünf Mitarbeitern im Schulleitungsteam und zuständig für die Grundschule der Einrichtung. Diese wurde 1998 durch den Christlichen Schulverein Freiberg ins Leben gerufen. Vor vier Jahren folgte das Gymnasium.

Beide Schulen arbeiten mit eigenem reformpädagogischen Konzept. Das heißt, dass die Organisation ein wenig anders aussieht als sonst üblich. Die Kinder werden in Stammgruppen gefasst, die jahrgangsübergreifend aufgebaut sind.

Immer drei Jahrgänge lernen zusammen. Dabei wird die Zeit in Kurse und in so genannte Freiarbeit eingeteilt. "Aber frei arbeiten heißt natürlich trotzdem arbeiten, und das vermitteln wir unseren Schülern auch", erklärt Fritzsche. Die Kurse finden in sehr kleinen Gruppen statt, dauern höchstens 20 Minuten und sind individuell auf die Schüler ausgelegt.

"Da werden die theoretischen Grundlagen erklärt und das wird dann in der Freiarbeit geübt", sagt die Lehrerin. Die Schule arbeitet also mit dem pädagogischen Ansatz Maria Montessoris nach dem Motto "Hilf mir, es selbst zu tun". Außerdem spielen natürlich die christlichen Werte eine Rolle in der Schule.

"Wir verpflichten hier aber niemanden zum Glauben, auch wenn wir uns den christlichen Grundwerten verpflichtet fühlen", betont Iris Fritzsche. Es gäbe sowohl Schüler als auch Lehrer mit unterschiedlichsten Konfessionen. "Es kommt vor, dass mich interessierte Eltern fragen, ob es schlimm ist, dass sie keiner Kirche angehören", sagt Fritzsche. Dabei würde keinerlei religiöse "Auswahl" getroffen.

Als die Grundschule vor zehn Jahren gegründet wurde, standen ihr viele solcher Vorurteile entgegen. "Natürlich heißt es für Eltern, die ihre Kinder in eine Schule im Aufbau schicken, dass sie einen Vertrauensvorschuss gewähren", gibt Iris Fritzsche zu. Doch habe das auch seine Vorteile, denn die Eltern könnten Einfluss auf die Gestaltung der Schule nehmen. Heute ist die Grundschule staatlich anerkannt, das heißt, die Lehrer dürfen Bildungsempfehlungen für die weiterführenden Schulen aussprechen. Das Gymnasium der Freien Christlichen Schule ist noch "jünger", daher auch lediglich staatlich genehmigt. Die Prüfungen müssen extern abgelegt werden. "Bevor wir das Gymnasium hatten, haben wir unsere Kinder nach der Grundschule an andere Schulen gegeben. Dort kamen sie bisher gut zurecht", erzählt Iris Fritzsche. Damit könnte sich die Freie Christliche Schule wohl gute Noten für die vergangenen zehn Jahre geben - denn die gibt es hier durchaus, auch wenn sonst vieles anders ist.

Hannah Metzger / Freie Presse am 10.09.2008

Foto: Eckardt Mildner

 

Veröffentlichung der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt

Die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt hat in ihrer Publikation "Naturnahe Außenflächengestaltung" (10/2006) einen Artikel über die Gestaltung unseres Schulhofs veröffentlich.

Mit freundlicher Genehmigung dürfen wir diesen Auszug hier zum download anbieten.