Mit dem 1.Platz ... hätten wir nie gerechnet.

Handlungsnetz e.V. ein Verein aus Leipzig, welcher jetzt auch mit Sitz in Freiberg zu finden ist, hat im Februar 2017 einen interkulturellen HandyKurzFilmWettbewerb mit Namen „Tugessor“ ausgerufen.

Der Film durfte nur mit Handy gedreht werden, sollte zwischen 20 und 220 Sekunden lang sein und entweder ein interkulturelles Thema besetzen oder das Filmteam ist interkulturell zusammengesetzt. Das Stammgruppenteam der Grünen Skorpione gab kurz vor den Winterferien den Informationszettel aus.

Wir, Juliane Hebestreit und Elisabeth Heinrich, wollten daran teilnehmen. Nur welches interkulturelle Thema sollten wir wählen? Im Gespräch kamen wir auf die Idee, dass ich Elisabeth unseren Urlaub in Israel zu Drehaufnahmen nutzen könnte. Ein Lied als Untermauerung war im CD-Regal schnell gefunden und damit das Thema „Die Mauer“.

Wir wollten mit unserem Film aufzeigen, dass es noch immer Mauern zwischen uns Menschen gibt und das diese zerstört werden müssen. Mauern sind für unser Miteinander auf dieser Erde nicht gut. Menschen die seit 2015 zu uns nach Europa und Deutschland gekommen sind, aufgrund von Mauern der Abneigung, des Hasses, des nicht Miteinandersprechens, der Wut oder der Gewalt können uns nicht helfen. Aber diese Mauern gibt es nicht nur bei uns in Deutschland. Sondern in der islamischen Welt sind Mauern des Glaubenskrieges vorhanden. Sie beten zu einem Gott Allah und doch hassen sie sich, weil sie Sunniten, Schiiten oder Jesiden sind. Und ein Ende des Krieges in Syrien ist nicht in Sicht. Wenn wir offen auf die Menschen zu gehen, können wir ihr Leben verstehen, ihre Ängste, ihre Hoffnungen und damit Mauern zerbrechen.

In Jerusalem angekommen nutzen wir einen sonnigen Tag und liefen auf der Altstadtmauer von Jerusalem. Es ging vom Jaffa-Tor über das Zion-Tor zum Mist-Tor. Von dort kann die Westmauer – auch Klagemauer genannt, gesehen werden. Auf der Mauer laufend filmte ich verschiedene Stationen: das Armenische Viertel und das Jüdische Viertel in der Altstadt, das David-King-Hotel, die englische Windmühle und den Abendmahlsaal um nur einige zu nennen.

An einem Wochenende überlegten wir gemeinsam, wie wir die Aufnahmen, das Lied und unsere Gedanken miteinander verknüpfen können und überlegten uns ein Drehbuch, drehten die zusätzlichen Aufnahmen in unserer Wohnstube und dann ging es an das Schneiden des Films.

Pünktlich reichten wir unseren Film ein, indem wir diesen auf Youtube hochgeladen haben. Hier ist der Film zu finden. Gebt einfach in der Suche: Hakotel-Mauer ein. Der Name des Accounts ist KallauchinSachsen.

Das sich die gesamte Arbeit gelohnt hat, freut uns sehr. Mit dem 1.Platz in diesem Wettbewerb hätten wir nie gerechnet.

Juliane Hebestreit und Elisabeth Heinrich
Grüne Skorpione