Projekte

Projekte sind Höhepunkte im Schulalltag und finden abweichend vom normalen Tagesrhythmus statt. Sachthemen werden von verschiedenen Seiten beleuchtet und fächerübergreifend und praxisbezogen bearbeitet. Die Kinder werden zu planvollem und damit auch zu verantwortlichem Handeln aufgefordert.
Viele Projekte werden von den Kindern angeregt, sie entsprechen daher auch sehr stark deren Bedürfnissen und Interessen. Das Ziel und die Planung eines Projektes wird von den Kindern und Lehrern gemeinsam festgelegt.

Maßgeblicher Partner bei fast allen Projekten sind die Eltern unserer Schüler, die sich durch Mithilfe bei Planung, Gestaltung und Durchführung ins Projektgeschehen einbringen.

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Nein, der Opa schläft nicht nur

Freie Presse erschienen am 14.11.2014
Text: Heike Hubricht


Bei einem Projekt der Montessori-Schule Freiberg ging es eine Woche lang um den Umgang mit dem Tod. Eine emotionale Herausforderung.

Freiberg. Das blonde Mädchen betrachtet zwei Bilder: Auf einem sitzt eine alte Frau im Sessel und lächelt. Das zweite zeigt das selbe Zimmer. Doch die Oma liegt im Bett, die Decke ist über ihr Gesicht gezogen. Sie ist tot. Das Mädchen flüstert: "Sie kommt nicht wieder." Die Achtjährige kennt das Gefühl. Voriges Jahr starb ihr Großvater. "Das war sehr traurig. Ich musste meine Oma bei der Trauerfeier trösten." Das Mädchen nimmt am Projekt der Freiberger Montessorischule zur Trauerarbeit teil. Eine Woche lang beschäftigen sich 27 Drittklässler mit dem Thema "Leben und Sterben als miteinander verbunden erfahren".

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Projektzeit in der Untergruppe – Thema der Blauen Planeten: Leben im Wald


Der erste Tag

Heute war der erste Tag vom Waldprojekt. Auf dem Weg zum Wald haben wir die Mutter von unserem Bollerwagen verloren.

Im Wald angekommen haben wir erst einmal gefrühstückt. Danach hatten wir etwas Zeit zum Spielen. Bastian und Stan haben einen alten Autoreifen gefunden. Mal schauen was wir mit dem machen. Anschließend haben wir uns in unseren Gruppen gefunden und über unser Projekt gesprochen und die ersten Schritte festgelegt. Es gibt nun verschiedene Forschergruppen. Die sind Kunst im Wald, Ameisen, Brückenbau, Kräuter und Heilpflanzen, Insektenhotel und Futterkrippe, und Bäume. Wir sind gespannt, was im Projekt entsteht.

Zum Mittag gab es Würstchen mit Brötchen und Ketchup. Dann sind wir zurück gelaufen und auf dem Rückweg hat Max die Mutter wieder gefunden.

 

Tagesbericht 2

Helene hatte heute Kaulquappen mit dabei. Wir haben mit dem Holger vom Naturschutzbund gesprochen ob und wo wir diese Auswildern dürfen. Das haben wir heute gemacht.

 

Tagesbericht 3

Heute waren wir mit dem Holger vom Naturschutzbund unterwegs. Er hat uns einiges über das Insektenhotel erzählt. Auch, welche Tiere im Wald bedroht sind und aussterben. Dann haben wir uns in 2 Gruppen geteilt. Die eine Gruppe hat Stämme und Äste für das Insektenhotel besorgt. Die andere Gruppe ist mit dem Holger mitgegangen. Er hat uns viele Wald- und Tümpeltiere gezeigt. So entdeckten wir einen Teichmolch, eine Krabbenspinne, einen Laubfrosch, eine Erdkröte, Eidechsen oder eine Posthornschnecke. Die Tiere ließen wir natürlich wieder frei.

Tagesbericht 4

Das Projekt geht nun dem Ende zu. Einige Gruppen proben schon für ihre Präsentation. Es ist ganz toll, was so alles entstanden ist.
Bastian und Stan haben ganz viel Müll gesammelt.

Eine Gruppe hat im Wald einen Spielplatz mit Wippe, Kletterstange und Trampolin errichtet.

Die Kräuter- und Heilpflanzengruppe hat ein kleines Krankenhaus errichtet. Die Mädchen können uns nun immer helfen, wenn wir etwas haben.

Die Gruppe der Brückenbauer hat im Wald einige Brücken gebaut, sodass wir mit dem Bollerwagen besser vorankommen.

Die Ameisengruppe zeigt uns schon stolz ihren gefundenen Ameisenbau. Alles was sie über diese Tiere herausgefunden haben, hatten sie uns erzählt.

Besonders schön waren auch die Künstler im Wald. Ihre Kunstwerke könnt ihr hier sehen:

Tagesbericht 5

Das Mittagessen im Wald war auch immer toll. Wir hatten jeden Tag einen Essendienst, der beim Zubereiten mit half. Es gab auch jeden Tag etwas anderes. So hatten wir Kartoffeln und Quark, Nudeln mit Pesto, Würstchen mit Brötchen oder leckere Brotgesichter. Immer mit ausreichend Obst und Gemüse.

 

... und nun etwas Zeit, um den Wald in Stille zu genießen!

Teamprojekt bei BLAU-WEISS 2012 - Rettet das Ei und Zimmergestalltung

Kirchenprojekt Mai 2013

Am Montag nach den Ferien kamen wir in die Schule und da stand an der Tafel Kirchenprojekt.
Was sollte das wohl bedeuten? Da hat sich herausgestellt, dass wir in Freiberg verschiedene Kirchen besuchten.
Wir waren im Dom und da ist mir was aufgefallen. Der Dom hat keine spitzen Türme. Er hat flache Türme und die größte Glocke heißt  Susanne. Die durften wir sogar läuten.
In der Johanniskirche hat uns der Pfarrer die Gewänder gezeigt und eine Weihrauchlaterne angezündet.
In der Baptistengemeinde haben wir erfahren, dass eine Kirche, die keinen Altar hat, keine Kirche ist. In der Gemeinde gab es auch keine Orgel und man sah kein Taufbecken. Das war unter dem Altar versteckt.
In der Petrikirche wurde uns die Silbermannorgel gezeigt. Ein paar Mädchen haben sich auch getraut und haben uns ein Lied aus der Kurrende vorgesungen. Ein Quatschlied.

Nach der Literaturzeit folgte die Workshopwoche

Was für eine Ruhe kehrt in der Untergruppe ein.
Leise muss man durch das Schulhaus schleichen um keinen Schüler zu stören.
Ganz klar - so versunken sieht man die Kinder meist nur in der Literaturzeit. Jeder schmökert in seinem Buch.
Spannende Geschichten aus dem Reich der Fantasy begleiteten in diesem Jahr die Schüler der FGS.

In einer Workshopwoche wurde kreative das Buch umgesetzt. Rollenspiele, eigene Geschichten, Theaterstücke oder Powerpointpräsentationen waren dabei.
Die Präsentationsergebnisse können sie im folgenden sehen.

„Die Wawuschels mit den grünen Haaren“

„Elmar“

„Frederik“

„Mufti – der kleine Dino“

„Hexe Lilli“

„Ronja Räubertochter“

„Elmar ist der Größte“

„Vamperl“

„Freunde“

Gewaltpräventionsprojekt f.ü.r.

Seit einigen Jahren führt eine Gruppe von Ehrenamtlichen das Gewaltpräventionsprogramm f.ü.r (Freunde üben Rücksicht) an Schulen in Freiberg und Umgebung durch.
Das Ziel des Projektes ist es, Kinder im Grundschulalter für Gewaltprävention zu sensibilisieren. Unser Wunsch ist es, dass bereits bei den Kinder des dritten und vierten Schuljahres soziale Verantwortung aufgebaut und destruktives Verhalten abgebaut wird.  Wir wollen durch unser abwechslungsreiches und interaktives Programm den Kindern Handwerkzeug mitgeben, welches sie zu einem besseren Umgang mit Gewalt befähigen soll.

Dazu gehört:
1. Sensibilisierung für die verschiedenen Formen von Gewalt
(verbal, psychisch, körperlich)

2. Zivilcourage, Entwicklung sozialen Mutes
(Achtung der Würde und Überzeugung anderer)

3. Förderung eines positiven Selbstverständnisses
Die Umsetzung der Ziele erfolgt methodisch in Form von einem Gruppenspiel, Kleingruppenarbeit und Vorstellung der Ergebnisse in der Gesamtgruppe, Auswerten einer Filmszene, Inszenierung von Fallbeispielen und Erarbeiten von Lösungsansätzen in der Kleingruppe, sowie Visualisierung der Bedeutung von Ermutigung und Respekt und dem Kennenlernen eines Bewegungsliedes.

Projekt "Haiti"

Verkaufsbasar auf dem Obermarkt

Christliche Schule sammelt für Haiti

Marika hatte die Idee für die Spendenaktion.

Freiberg. Die Freie Christliche Schule hat gestern mit einem Verkaufsbasar neben dem Freiberger Rathaus Geld für die Erdbebenopfer in Haiti gesammelt.
„Die siebenjährige Marika hatte die Idee, dem Land zu helfen, und wir haben zusammen überlegt, was wir machen können", sagte Katrin Ulbricht von der Einrichtung. Die Kinder bastelten viel Österliches. Gestern wurde es zum Verkauf angeboten. Am Ende der Aktion war die Spendenkasse mit insgesamt 180 Euro gefüllt. Das Geld soll über das DRK zu den Betroffenen gelangen.

Freie Presse am 31.03.2010 / R. RUDOLPH

 

Projekt: Sophie Scholl und die “Weiße Rose”

Einige von uns “Großen” wählten in der Literaturwerkstatt ein Buch, das uns echt zu schaffen machte, nämlich “Das kurze Leben der Sophie Scholl” von Hermann Vinke.

Erst beim Lesen merkten wir, dass dieser Text echt schwierig war - kein Roman, sondern eher ein Puzzle aus Erinnerungen verschiedener Menschen, die Hans und Sophie Scholl kannten.

So kamen ihre Schwestern und Freunde zu Wort, sogar die Gefängniswärter, die von Sophies Mut sehr beeindruckt waren.

In unserer Workshop- Zeit haben wir auf verschiedene Art versucht, Situationen aus Sophies Leben, die uns wichtig schienen, in Dialoge und szenisches Spiel umzusetzen.

Mit Requisiten und Kleidung der 40-er Jahre ließen wir Stationen aus Sophies Leben lebendig werden.

 

Unser erstes Ergebnis:

Drei Szenen, die wir selbst dramatisiert haben.

1. Sophie und Hans als begeisterte Hitler-Anhänger

2. Sophie wird Mitglied der “Weißen Rose”

3. Flugblätter und Verhaftung

Diese Szenen präsentierten wir unseren Mitschülern, Lehrern und Eltern zum Abschluss der Literaturwerkstatt und ernteten viel Applaus.

 

Unser zweites Ergebnis, die Fotoserie

 

Wir haben Sophie Scholl als ein Mädchen kennen gelernt, dass das Leben, ihre Mitmenschen und die Natur voll Überschwang liebte.

Gerade deshalb wurde es ihr ein Bedürfnis, in der Münchner Widerstandsgruppe “Die Weiße Rose” gegen Krieg und Nationalsozialismus aktiv zu werden.

Mit ihren Flugblättern wollten sie den Menschen die Augen öffnen, sie zum passiven Widerstand aufrufen.

Am 18. Februar 1943 wurden Hans und Sophie bei einer Flugblattaktion in der Münchner Universität verhaftet.

Nur wenige Tage später, am 22. Februar, starben sie durch das Fallbeil.

 

Projekt: Kirchen

Im November 2009 besuchten unsere drei Stammgruppen der Untergruppe im Rahmen eines Religionsprojektes verschiedene Kirchen von Freiberg.

Die Kinder hatten die Möglichkeit, sich in der Petrikirche näher über die Orgel zu informieren, wobei die Lehrer bzw. Lernbegleiter den Blasebalg treten mussten. In der Katholischen Kirche wurde der Taufstein und die Kreuzwegbilder genauer untersucht, sogar mit Pappfernrohren und im Dom ging es speziell um die Kanzeln und die Glocken, von denen die größte von den Kindern sogar angeschlagen wurde.

Natürlich gingen die Kinder auch selbst auf Entdeckungstour und konnten anschließend die jeweils zur Verfügung stehenden Mitarbeiter der Kirchen mit ihren Fragen löchern.

Dieses Projekt war als Erstbegegnung mit Kirchenraum angelegt, d.h. auch Kinder die noch nie in einer Kirche waren, konnten einen Zugang zum Kirchenraum mit seinen Gegenständen und seiner Funktion finden.

Für alle anderen war es eine spannende Tour durch eine Kirche in der es viel zu entdecken gibt, was im sonntäglichen Gottesdienst verborgen bleibt.